Inklusion kann gelingen

IMG_8787Warendorf (). „Es wäre schön, wenn ihr öfter zu Besuch kommt“, wünscht sich eine Schülerin der Heinrich-Tellen-Schule. „Es hat wirklich Spaß gemacht an diesem Projekt zu arbeiten“, sind sich auch die Schüler des Augustin-Wibbelt-Gymnasiums einig. Ein Projekt das zeigt: Inklusion kann gelingen.

Am Dienstagvormittag machten sich die Schülerinnen und der Schüler des Projektkurses ‚Soziales Lernen‘ der Q2 des AWG unter der Leitung von Ulla Herich auf den Weg die Oberstufenklasse der Heinrich-Hellen-Schule zu besuchen. Nach einer kurzen Kennenlern-Phase sollte dort gemeinsam an einem Kunst-Projekt gearbeitet werden.

Initiiert vom Zentrum für schulpraktische Lehrerbildung in Münster fanden sich Referendare des Förderschullehramts und des Gymnasiallehramts zusammen um inklusive Unterrichtsvorhaben zu planen und durchzuführen. Auf Grund verwandter Fachrichtungen entschieden sich Neele Koopmann (HTS), Maike Hahne (Don-Bosco-Schule, Recke) und Anna Bömler (AWG) für ein Kunstprojekt in dem die gemischte Schülergruppe in Teams ein Kartonpuzzlestück mit verschieden farbigem Klebeband gestalten sollte. Vorgegeben war nur die Kontur-Linie einer Hand die zum ‚Victory‘-Zeichen geformt war, alle übrigen Entscheidungen in Bezug auf die Gestaltung des Puzzlestücks mussten die Schülerinnen und Schüler in Absprache gemeinsam treffen und abstimmen. So lernte die Schülergruppe nicht nur im sozialen Bereich, wie wichtig es ist aufeinander einzugehen um ästhetische Vorlieben abzugleichen, auch die Gestaltung mit dem Klebeband war für viele neu. „Das Projekt war ein absoluter Selbstläufer, wir mussten quasi gar nicht nachsteuern oder helfen, das haben die Schülerinnen und Schüler alles selbstständig geschafft“, freuen sich die Referendarinnen und Ulla Herich über die gelungene Zusammenarbeit. „Wir hätten gerne noch mehr und häufiger Zeit mit den Schülern der Heinrich-Tellen-Schule verbracht“, melden auch die AWG-Schüler in der kurseigenen Reflexion zurück. Für sie steht fest: „Inklusion kann nur funktionieren, wenn man vom Kindesalter an gemeinsam aufwächst und unterrichtet wird, so dass Menschen mit einem Förderbedarf gar nicht erst etwas neues für uns sind“. Das gemeinsam erstellte Projekt-Produkt wird nun zuerst im AWG und später dann an der Heinrich-Tellen-Schule ausgestellt sein.

 Anna Bömler

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Bild: Inklusion kann gelingen, das haben vergangene Woche Schüler des Augustin-Wibbelt-Gymnasiums und der Heinrich-Tellen-Schule bewiesen.

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