Luzia erzählt von Uganda

Die Schulgemeinschaft des AWG unterstützt seit vielen Jahren ein Projekt im Norden Ugandas. Regelmäßig wird im Unterricht oder in Sonderveranstaltungen über die Entwicklung in St. Mauritz Obiya Palaro informiert. So  hatten die Schülerinnen und Schüler der EF am letzten Tag vor den Osterferien einen besonderen Termin:

11UgandaLuzia Bruns, eine junge Medizinstudentin, die ein halbes Jahr in St. Mauritz Obiya Palaro im Norden Ugandas gelebt und gearbeitet hat, ließ mit Hilfe einer Powerpoint-Präsentation ihre Erfahrungen in dem ostafrikanischen Land lebendig werden. Ob es um das ungewohnte Essen – so ist jetzt z.B. die Saison für die fliegenden Ameisen, die in Uganda als Delikatesse gelten und nur kurz angeröstet werden -, um den nach der Sonne strukturierten Tagesablauf oder um die doch zum Teil sehr fremden afrikanischen Sitten und Gebräuche ging, Luzia wusste wovon sie sprach und erzählte sehr lebendig und anschaulich.

Luzia hat, da sie Medizin studiert, vor allem in der Medizinstation geholfen; besonders interessant fand sie die Impfaktionen, die im Busch in umliegenden Dörfern durchgeführt wurden und die sie begleiten konnte. Das Wichtigste dabei ist, den Menschen die Angst vor den Ärzten und Schwestern zu nehmen und so wird jeder, der sich impfen lässt, mit langem Applaus bedacht. Darüber hinaus hat die Behandlung von Malaria Luzias Alltag geprägt, Malaria ist noch immer allgegenwärtig und nach wie vor eine der Geißeln Afrikas.

Luzia hat ihre Zeit in St. Mauritz Obiya Palaro sehr genossen, ihre Begeisterung kam immer wieder durch. Sie hat dort auch ein eigenes kleines Projekt ins Leben gerufen: Sie möchte auf dem Gelände eine Bücherei einrichten; den Raum dafür gibt es bereits, jetzt sammelt sie Spenden, um Bücher anschaffen zu können. Luzia wird auf jeden Fall wieder nach Uganda fliegen, wahrscheinlich schon im Spätsommer.

Das Interesse der Schülerinnen und Schüler war groß und einige erkundigten sich sogar sehr genau, wie das denn geht, wenn man eine Zeit im Projekt in Ostuganda leben und helfen möchte. Nicola aus der Q1 ist bereits fest entschlossen und hatte Gelegenheit, Luzia nach der 6. Stunde zu treffen, um sich mit ihr auszutauschen und Genaueres von ihr zu erfahren.

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Luzia Bruns(l.) mit Nicola Tomlin(r.), die nach dem Abitur in Uganda im Projekt arbeiten möchte und S. Schmitz-Hövener, die das Afrikaprojekt am AWG betreut

Auch eine Klasse der Mittelstufe konnte bei Luzias Vortrag dabei zu sein. Und wenn im Sommer die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe 1 am Tag für Afrika – wie in den letzten Jahren auch – arbeiten gehen werden, um Spenden für Kinder und Jugendliche in Afrika zu sammeln, hat die 8. Klasse nach Luzias Vortrag eine sehr genaue Vorstellung davon, wofür sie sich einsetzen. Und 50 % der gesammelten und erarbeiteten Gelder werden wieder in das schuleigene Uganda-Projekt fließen.

 

 

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