„Die Euro-WG“

Erasmus+ Warm-Up Projektmanagement

Schülerdiskussion „Die Euro-WG“

Werbung für die Werte der EU: Die Euro-WG am AWG
Inmitten der wohl schwersten Krise der EU holt das AWG das Bühnenstück „Die Euro-WG – wo Geld ist, ist es schön“ an die Schule, bei dem es ausgerechnet um die noch immer nicht gelöste Euro-Krise geht – ein Thema also, das medial sicherlich durch die Flüchtlingsproblematik verdrängt wird, in Schüleraugen wenig reizvoll und komplex erscheint.


Das Stück, das von Regisseur und Autor Thomas Nufer entwickelt wurde, zeigt vier Schauspieler/innen, die für vier EU-Länder (Griechenland, Italien, Deutschland und Finnland) und ihre Überlebens- und Finanzprobleme in der WG stehen (Vgl. WN-Artikel). In aktionsgeladener, zuweilen etwas schräger und witziger Weise wird der Makrokosmos der EU auf den Mikrokosmos der WG übertragen, um somit die oftmals einseitigen Erklärungsmuster und Allgemeinplätze bzgl. der Verfehlungen griechischer Politik und den einseitigen Lamentos der nun ach so belasteten EU-Länder zu irritieren.
Zwei Mal tritt ein Schauspieler aus der Bühnensituation heraus und diskutiert mit den Zuschauern und der Landesgeschäftsführerin der Europa-Union NRW, Frau Kirsten Eink, um den dahinterstehenden Makrokosmos zu erläutern, aber eigentlich um für das EU-Projekt zu werben.
Das AWG, das eine Erasmus-Förderung der EU erhält und Erasmus+-Schule ist, knüpft in diesem Jahr genau hier an. Thematisch werden mittels verschiedener Projekte, Aktionen, Austausche und Initiativen die Werte der Europäischen Gemeinschaft auf vielfältige Weise beleuchtet.
Da liegt es nahe,  allen Krisenphänomenen (Flüchtlingsproblematik, Abstimmung über einen Verbleib Großbritanniens in der EU, das Aufkommen rechtskonservativer und euroskeptischer Parteien und eben der Euro-Krise) zum Trotz die Werbetrommel für ein „europäisches“ Europa (G. Schwan) zu rühren, das sich auf seinen Idealismus besinnt und die humanistischen Werte und demokratischen Traditionen erinnert, die in der  griechischen Philosophie, in den monotheistischen Religionen und in der europäischen Aufklärung ihren Ursprung haben.
Die Europäische Bewegung war im Ursprung eine Abkehr vom Nationalismus, ein „Freiheitsprojekt“ (N. Kermani), eine politische Überzeugung von Freiheit, Frieden, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Solidarität, für die es einzutreten gilt. Wer also die EU – wie in der Euro-Krise – auf eine Bilanz reduziert und nur nach dem wirtschaftlichen Vorteil sucht, der wird möglicherweise leer ausgehen. Die EU ist mit dem Ziel gegründet worden, politische, wirtschaftliche und kulturelle Unterschiede, gerade auch Unterschiede in der wirtschaftlichen Stärke, so miteinander zu verbinden und auszugleichen, dass ein gegenseitiger Nutzen entsteht.
Im Bühnenstück kommt die Rettung übrigens aus Griechenland.

Bilder zum Theaterstück:

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Auszug aus der Presseeinladung der Europa-Union:

Europa-Union realisiert Modellprojekt „Die Euro-WG – wo Geld ist, ist es schön“ in NRW

Unterhaltsam, schräg und informativ – so lässt sich das schwierige Thema Euro-Krise vermitteln.

Einladung zur Aufführung:

Mittwoch, 3. Februar 2016 von 9:45 Uhr bis ca. 11:30 Uhr
Augustin-Wibbelt-Gymnasium
Von-Ketteler-Straße 44
48231 Warendorf

Auch wenn die Flüchtlingsproblematik weite Teile der medialen Berichterstattung einnimmt, so ist die Euro- und Finanzkrise doch noch längst nicht „vom Tisch“. Gerade die Staaten am Mittelmeer wie Griechenland und Italien, die besonders unter finanziellem Druck standen und stehen, müssen nun auch noch in vollem Ausmaß die nach Europa gerichteten Flüchtlingsströme bewältigen. Da wird es besonders wichtig, auch die Situation der Menschen in diesen Ländern Europas im Auge zu behalten.
Aber ein Bühnenstück, das sich der Staatschuldenkrise und Eurokrise annimmt? Bislang war das so noch auf keinem Spielplan zu sehen. Das Thema scheint viel zu komplex und entbehrt jedes sinnlichen Reizes.
Thomas Nufer, Regisseur und Autor und Dirk Schubert, europaerfahrener Projektentwickler und –leiter aus Münster stellten sich der Herausforderung. Sie entwickelten und inszenierten ein überaus witziges, schräges und packendes Bühnenstück besonders für Jugendliche und junge Erwachsene mit dem Titel „Die Euro-WG – wo Geld ist, ist es schön“. Indes: Das Modellprojekt geht über ein Bühnenstück hinaus. Dort werden die Komponenten Theater, Bildungsarbeit und wissenschaftliche Auswertung verknüpft.

Quelle: Presseeinladung der Europa-Union NRW, Pressekontakt: Kirsten Eink, Steinstr. 48, 44147 Dortmund