Turin 2013

Der Italienischkurs des 11. Jahrgangs des Augustin-Wibbelt-Gymasiums Warendorf nahm an einem Austausch mit der Liceo Linguistico Altiero Spinelli in Turin teil. Vom 16. bis zum 22. Februar verbrachten die 22 Schüler des Kurses die Zeit in Gastfamilien, allerdings ohne ihre Italienischlehrerin Simonetta Terio, da diese kurz zuvor erkrankt war. Als Ersatz sprang Peter Behrens, ein Italienischlehrer des Mariengymasiums, ein und begleitete den Kurs zusammen mit Dr. Olaf Goeke, dem Oberstufenkoordiantor des AWG’s.

Am Samstag den 16. Februar verließen die 22 Schüler mit den zwei Lehrern um 6 Uhr morgens den Parkplatz und machten sich auf den Weg nach Turin. Die geplanten 13 Stunden Fahrt wurden mit verschiedenen Filmen, Gesprächen und Pausen gefüllt. Manche versuchten die Zeit durch Schlafen zu überbrücken, andere staunten über die Aussicht auf den Sonnenuntergang über dem Genfersee. Die Alpen wurden überquert und mit drei Stunden Verspätung kam der Bus um 22 Uhr Abends an. An der Schule angekommen wurden die Schüler herzlich von den Gastfamilien begrüßt. Der Sonntag stand zur freien Verfügung mit den Familien. Die Meisten sind mit ihren Austauschschülern in die Turiner Innenstadt gefahren und trafen dort auf andere, um in Gruppen aufgeteilt einkaufen zu gehen. Am Ende entstanden ein paar Komplikationen, da einige ihre Austauschschüler verloren hatten, aber durch Kommunikation – eine Mischung aus Deutsch, Englisch und Italienisch – wurde auch dieses Problem gelöst. Am nächsten Morgen verließen die Schüler Turin, um nach Mailand zu fahren. Am Dom angekommen wurden sie von strahlendem Sonnenschein begrüßt. Während alle auf die begleitenden Italiener warteten, die die Audioführer besorgten, stellten sie sich Position für Gruppenfotos. Nach Besichtigung des Doms, hatten die Schüler Freizeit und konnten durch Mailand irren. Nachmittags ging es wieder zurück nach Turin und der Abend wurde in den Familien verbracht. Der Dienstag begann mit einer Willkommensfeier der italienischen Schüler. Ein kleiner Chor sang selbst gedichtete Lieder auf Deutsch, bevor erst die italienischen Lehrer ihr Schulsystem erklärten und schließlich die deutschen Lehrer spontan etwas über das AWG berichteten. Anschließend stand eine Fahrt zur etwa 35 Kilometer entfernten Abtei Sacra di San Michele an. Die Fahrt ließ einige Schüler Stoßgebete zum Himmel schicken, denn die Straße, die den Berg hinaufführte, war nicht gerade für Reisebusse geeignet. Ab einem Punkt mussten die Schüler zu Fuß weiter. Die meisten Mädchen waren schon nach kurzer Zeit erschöpft und konnten nur Staunen wie der verletzte Schüler es mit seinen Krücken schaffte, den Berg und die steilen Treppen zu erklimmen. Die Sonne schien und die Schüler genossen die Aussicht. Auf dem Rückweg hielten sie in der kleinen historischen Stadt Avigliana. Zurück in Turin wurde der Abend wieder in der Familie beendet. Am Mittwoch begann der Museumsmarathon. Es startete mit einem Spaziergang am Po entlang zum Filmmuseum. Dort war eine Führung auf Deutsch angesagt. Anschließend hatte man die Möglichkeit mit einem gläsernen Aufzug auf die Aussichtsplattform der Mole Antonelliana, das Wahrzeichen Turins, zu fahren. Danach hatten die Schüler ein bisschen Freizeit, bevor es weiter zum Planetarium mit Führung auf Englisch ging. Der Donnerstag begann mit Unterricht für alle. Die Schüler wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und hatten dann zusammen mit ihren italienischen Partnern zweisprachigen Unterricht. Darauffolgend gab es eine Führung auf Deutsch im Ägyptischen Museum, welches die zweitgrößte Sammlung an Artefakten nach Kairo hat. Nach einer kleinen Freizeitpause ging es weiter zu einem Museum über Pietro Micca, der im 17. Jahrhundert Turin vor einer Belagerung durch Franzosen gerettet hat. Mit Ausnahme von wenigen Schülern, verbrachten alle den letzten Abend in einem kleinen Restaurant zum Pizza essen. Der letzte Tag begann wieder mit Schule. Dieses Mal war der Italienischkurs unter sich und wurde von einer Lehrerin der Schule auf Italienisch unterrichtet. Nach zwei Stunden ging es weiter in ein Museum über den italienischen Faschismus. Nach einer weiteren Führung hatten die Schüler Zeit für letzte Einkäufe, bis um halb vier die Abschiedsfeier mit einem kleinen Buffet begann. Es wurden noch letzte Gruppenfotos geschossen, ein paar Abschiedsworte gesprochen und um fünf Uhr begann die Fahrt zurück nach Deutschland. Der Bus kam um 6:40 Uhr am Samstagmorgen in Warendorf an und alle machten sich auf den Weg nach Hause.

Die Schüler waren begeistert von der Gastfreundlichkeit der italienischen Familien und freuen sich schon auf April, um den Italienern die Heimat zu zeigen. Innerhalb dieser Woche sind viele Freundschaften entstanden. Unter den Deutsch sowie auch mit den Italienern. Der Kontakt bleibt bestehen und vielleicht besteht für einige jetzt ein Grund mehr, ein weiteres Mal nach Italien zu fahren.

Presseartikel der WN zum Besuch in Warendorf

 

Print Friendly