40 jähriges Abitur

Die 1973er Abiturklasse O1b des Aufbaugymnasium Warendorf traf sich am 12. Oktober 2013 das 4te mal nach der Reifeprüfung.  Diesmal feierten sie das 40 jährigen Abitur – Klassentreffen. Von den damals 13 Abiturienten trafen sich in der Gaststätte Middendorf bereits zur Mittagszeit 10 ehemalige Schüler und Schülerinnen. Gemeinsam konnten sie an einem wohl gedeckten Tisch  ein sehr schmackhaftes Mittagessen einnehmen und sich so von den bis zu 180 km weiten Anreisen erholen. Ganz nebenbei wurde der 60ste Geburtstag einer Mitschülerin gefeiert.

Um sich bewusst zu machen, in welch historischen Umgebung man damals zum Aufbaugymnasium gegangen ist, ließen die Teilnehmer sich von Werner Stock, einem professionellen Gästeführer die Altstadt von Warendorf in Erinnerung rufen. Vorgetragene Sprüche, Redewendungen und Geflügelte Wörter ergänzten die visuellen Eindrücke und die Sicht auf historische Besonderheiten einer Stadt mit Geschichte und Kultur.

Zum größte Höhepunkt des Tages verhalf den leicht gealterten AGWlern der Zufall in der Klosterstraße. Es war geplant, der ehemaligen Klassenlehrer für den Abend des Tages einzuladen. Aber nicht jeder pensionierte Lehrer ist im Telefonbuch zu finden. Als in zügiger Fahrt ein rüstiger Radfahrer der Gruppe entgegenkam, kamen den Schüler Frühauf das Internetbild von OStR  Manfred Kampelmann mit Fahrrad in Erinnerung, das auf der Seite der Westfälischen Nachrichten zu finden ist. Als der ehemalige Klassenlehrer,  Bürgermeister und Bundesverdienstkreuz Träger seinen Namen hörte, stoppte er gekonnt sportlich seine Fahrt. Schnell wurde nach der Begrüßung ein Gruppenfoto zur Erinnerung mit dem ehemaligen Latein und Geschichte Lehrer gemacht, bevor er in östlicher Richtung seine zügige Fahrt fortsetzte.

Nach einer Kaffeepause im Engelchen eilten die Klassenkammeraden zu ihrem alten Schulgebäude. Für eine Schulführung konnten  sie bei der Vorbereitung  Hans-Jörg Kchiwonus gewinnen, damals Schüler einige Jahrgangsstufen unter der 40ern und heute Lehrer am AGW. Er zeigte ihnen das kaum veränderte Schulgebäude in dem heute auch die Musikschule und Technik- Unterrichtsräume anderer Schulen untergebracht sind. In der alten Aula soll eine Kleinkunstbühne entstehen. Die Ehemaligen lobten die sehr gute AGW Fächerkombination aus Technik, Naturwissenschaft und Sprachen, die seit langer Zeit vielen Schülertalenten gerecht wird. Sie waren sich einig, gerne noch einmal an dieser Schule für sich und das Leben lernen zu wollen, wenn sie nur das richtige Alter noch hätten. Der Tag klang aus in der alten Schülerkneipe Porten Leve.

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