Turin 2014

AWG una scuola internazionale  – Schüler/innen des AWG auf den Spuren der ersten Hauptstadt Italiens

DSC04703 nSchon zum zweiten Mal hat das Augustin-Wibbelt-Gymnasium in Warendorf einen Schüleraustausch nach Italien veranstaltet. Wie schon im vergangenen Jahr ging es in den Norden Italiens nach Turin an das traditionsreiche „Liceo Altiero Spinelli“. Begleitet wurden die 19 SchülerInnen von den Lehrerinnen Stefanie-Caecilia Penkalla, die das Fach Italienisch am AWG unterrichtet und Petra Behrens, die als Begleitung mitfuhr. Die Fahrt begann am Montagmorgen, den 07.04.2014 um 5:30 Uhr an der Schule. Nach der 16-stündigen Fahrt erreichten alle SchülerInnen die italienische Schule, wo sie bereits von ihren Austauschschülern und deren Gastfamilien erwartet wurden und den restlichen Abend individuell in den Familien verbrachten.
Dienstagmorgen wurden die deutschen SchülerInnen mit einer Begrüßungsrede der Schulleiterin in Empfang genommen. Darauf folgte ein Quiz, das von den Italienern gestaltet wurde, um die Schule besser kennen zu lernen. Nach einer kurzen Pause stellte eine der italienischen Lehrerinnen den Deutschen die typische italienische Küche [la cucina italiana] vor, und brachte ihnen somit einige italienische Gerichte näher. Nach ca. 2 Stunden ‚Unterricht‘ hatten die SchülerInnen die Möglichkeit sich an einem Buffet zu stärken, um dann gegen 13.30 Uhr an einer Führung, durch das international bekannte Kinomuseum teilzunehmen. Zum Ende des Museumsbesuches fuhren sie auf die schwindelerregend hohe Plattform des Gebäudes, welche eine herrliche Aussicht über dieDSC04641 n Stadt bietet und gleichzeitig das Wahrzeichen der Stadt Turin darstellt. Von dort aus genossen sie die weite Aussicht über die ganze Stadt, bevor sie einen Spaziergang durch das Zentrum machten. Teilweise probierten sie dabei bereits das erste italienische Eis, welches sich nicht nur deutlich in Größe und Form, sondern auch im Geschmack vom deutschen Eis unterscheidet. Danach wurde den Schüler/innen freie Zeit zur Verfügung gestellt, die sie u.a. zum shoppen nutzten. Durch die hervorragenden öffentlichen Verkehrsmittel konnten Schüler/innen sich gut im Zentrum und zwischen den kleineren Städten bewegen, was teilweise auch nötig war, da einige Gastfamilien in kleineren Ortschaften um Turin leben. Dieser, sowie jeder der folgenden Abende wurde von den italienischen Austauschschülern individuell gestaltet.

DSC04413Der Mittwoch begann sportlich mit einem Volleyballspiel, in dem die deutschen gegen die italienischen SchülerInnen spielten. Nachdem die Schüler/innen sich noch in der schuleigenen Sporthalle mit einem Frühstück stärkten, begaben sie sich zur piazza Maria Teresa, von wo aus sie eine Stadtrally unternahmen, um in Kleingruppen Turins Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. 1_preis_StadtquizDa die SchülerInnen einander zugewiesen wurden, bot sich dies als gute neue Möglichkeit, auch andere deutsche SchülerInnen, mit denen man sonst kaum etwas zu tun hatte, kennen zu lernen. Nach dem man sich nach ca. zwei Stunden wieder versammelte, wurde die einstündige Mittagspause individuell mit Eis essen oder dem Verzehr der Lunchpakete, die Schüler/innen von ihren Gastfamilien jeden Tag zur Verfügung gestellt bekamen, verbracht. Im Anschluss besuchten die Schüler/innen das Museum des Widerstandes (il museo della resistenza), und konnten so im Rahmen einer Führung, die Geschichte des Widerstandes, gegen das faschistische Regime Mussolinis, kennenlernen.
Der Nachmittag stand wieder zur freien Verfügung, was einige (sowohl italienische als auch deutsche Austauschschüler) dazu nutzten, sich in einer gemütlichen „piazza“ zu treffen um dort das gute Wetter zu genießen.

IMG_4563Nachdem sich die deutschen SchülerInnen am Donnerstagmorgen an der Schule trafen, machten sie sich gemeinsam auf den Weg zum internationalen Fiat Automobil Museum (museo dell’automobile) dessen Geschichte untrennbar mit der Stadt Turin  und der Familie Agnelli verbunden ist. Dabei wählten die Schüler/innen die Route am Po entlang, um dort in die Richtung des Museums spazieren zu gehen. Dort angekommen, nahmen sie nicht an einer Führung teil, sondern konnten sich in Ruhe die Geschichte des Weltunternehmens Fiat anschauen und die historischen Automobile bewundern. Nachdem die italienischen Schüler/innen ganz „alla italiana“ über einige Umwege die deutschen Schüler/innen zum nächsten Programmpunkt geführt hatten, schafften diese es gerade noch rechtzeitig zur Sightseeingtour mit einem Bus, die insgesamt weitere eineinhalb Stunden dauerte und die Gruppe sowohl historisch als auch musikalisch in den zwanziger Jahren schwelgen lies.

DSC05083Der Freitag begann mit dem Besuch des weltweit zweitwichtigsten   ägyptischen Museums (museo egizio) in dem die SchülerInnen an einer einstündigen Führung teilnahmen. Da allerdings zwei der deutschen Schüler verletzt waren und auf die Hilfe von Krücken angewiesen waren, durften sie sich im Museum „alla italiana“ mit einem sogenannten „Scooter oder Motorino“ fortbewegen. Daran hatten nicht nur die Verletzten, sondern auch die anderen Schüler ihren Spaß.
Die Schüler des AWG auf der Sacra San Michele dem Wahrzeichen des PiemontsNach einer kurzen Pause fuhren die Schüler/innen dann mit dem Bus zur „Sacra di St. Michele“, von wo aus sie zuerst die atemberaubende Berglandschaft genossen, bevor sie an einer bilingualen Führung teilnahmen, die besonders schöne Teile, der in den Berg gebauten Kirche, erklärte und die Schüler/innen mit der Legende um die schöne Alda vertraut machte. Da diese Unternehmung viel Zeit in Anspruch nahm, entschied der Großteil der SchülerInnen den Abend für eine Abschiedsfeier zu nutzen, zu der jeder herzlich eingeladen war, um ein letztes Mal die Vorzüge des „ La Dolce Vita“ zu genießen.

DSC05785Der Samstagmorgen begann für alle vergleichbar früh, da der Bus nach Mailand bereits um 9.00 Uhr los fuhr und nach ca. 2 Stunden Fahrzeit ankam. Dort begann der Tag mit Audioguide-Führungen durch den Mailänder Dom. Nach der Besichtigung durften die SchülerInnen in weiteren Kleingruppen die Mailänder Innenstadt erkunden und die verbliebene Freizeit individuell nutzen. Anschließend wurde mit großem Interesse das international bekannte Opernhaus [„La Scala“] besichtigt, und dessen Besonderheiten von einer deutschsprachigen Führerin erläutert. Namen wie Maria Callas oder Renata Tebaldi waren zum greifen nah und wurden entsprechend gewürdigt.

pizzaDen letzten Abend verbrachten alle am Austausch beteiligten Schülerinnen und Schüler gemeinsam, indem sie zusammen eine Pizzeria besuchten.

Zum Abschied organisierten die Italiener am Sonntagmorgen im Innenhof des historischen Schulgebäudes ein leckeres Buffet, zu dem auch die Gastfamilien eingeladen waren. Dort wurde mit Musik und Sportspielen wie Fußball noch ein letztes mal etwas gemeinsame Zeit verbracht. Gegen Mittag bekamen die SchülerInnen ein T-Shirt mit dem Logo der Schule und ein Gruppenfoto in Form eines Puzzles, bevor sie sich nach ein paar abschließenden Worten der italienischen Austauschlehrerin Signora Sacchi und Dankesworten durch Frau Penkalla, traurig aber  kulturell bereichert, wieder auf den Weg nach Warendorf machten.
Zusammenfassend sind sich alle Schülerinnen und Schüler darüber einig, dass dieser gelungene Schüleraustausch ein voller Erfolg war. Laut einer Umfrage haben die Schüler/innen nicht nur ihre Sprachkenntnisse erweitert und verbessert, sondern auch neue Freunde gefunden und viel über das Leben in Italien gelernt. Ein Großteil der Befragten würde einen solchen Austausch auf jeden Fall weiterempfehlen, und ihn in dieser Form jederzeit wieder machen wollen.

(Autoren: Claudia Krüger und Dennis Schilowsky –Schüler/innen des AWG)

Fotopotpourri der Austauschwoche:

dennis und Nele mit dem GastgebergeschenkKlara Frerichs und Claudia Krüger mit den T-shirts die sie als Gastgeschenk der Italiener erhalten haben

Schülerin präsentiert das Schul -T-shirt ein Geschenk an die deutschen Schüler DSC04950 DSC05549 DSC05580

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Frau Sacchi bedankt sich für den tollen Austausch (2)DSC05192 DSC05824 IMG_4476 DSC04950Artikel der Glocke vom 31.05.2014:

Artikel Die Glocke vom 31.05.2014

 

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