Besuch buddhistisches Zentrum

Warum sehen Buddhisten so glücklich aus?
Die 10. Klasse des Augustin-Wibbelt-Gymnasiums Warendorf besucht das
buddhistische Zentrum in Münster

DSCF1024 (2)Im buddhistischen Zentrum im Osten von Münster wurden wir, die Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse, sowie Frau Horstmann, Herr Schneider und Frau Schmitz-Hövener schon von Elke und Joshua erwartet. Sie boten uns zunächst eine heiße Tasse Tee an – ein herzliches, warmes Willkommen an diesem kühlen Herbsttag. Nach kurzer Aufwärmphase ging es gleich in das Herzstück des buddhistischen Zentrums, in den Meditationsraum. Dort wurde die besondere, heimelige Atmosphäre wieder spürbar: gelbe Teppiche, orangefarbene Meditationskissen und Bilder von großen buddhistischen Lehrern an der Wand. Und die herzliche, den Mitmenschen willkommen heißende Grundhaltung legten Elke und Joshua, beide seit etlichen Jahren Buddhisten, uns Besuchern vom AWG Warendorf dann auch besonders ans Herz.
DSCF1027 (3)„Es gibt eine Grundtendenz in meinem Leben“, erklärte Joshua, „die bestimmt mein Tun und Lassen. So kann ich einerseits immer gleich danach suchen, was nicht in Ordnung ist oder mir missfällt, oder aber ich schaue auf das Potenzial der Menschen und Situationen, die mir begegnen. Warum sehen Buddhisten immer so glücklich aus – diese Frage hat genau mit dieser Grundhaltung zu tun, denn in allem, was mir begegnet, das Potenzial und das Gute zu entdecken, macht eben glücklich. Ich habe es also selbst in der Hand, wie sich mein Leben gestaltet; ich bestimme mein Karma. Karma bedeutet also in diesem Sinne nicht Schicksal, wie es oft missverstanden wird, sondern dass meine Handlung, mein Verhalten Folgen hat, die dann auch meine nächste Existenz nach der Wiedergeburt bestimmen.“
Wir haben alle aufmerksam zugehört, denn das junge Ehepaar verstand es ganz wunderbar, uns anzusprechen und traf genau unsere Wellenlänge. Im Anschluss an die Ausführungen über Theravada, Mahayana und Diamantweg wurden etliche Fragen gestellt, die z.T. im Religions- und Philosophieunterricht erarbeitet worden waren, z.T. aber auch aus der Situation erst entstanden.
Besonders Joshua würzte seine Ausführungen mit viel Humor, so dass die Veranstaltung nie in der Gefahr war, eine todernste, theologisch-philosophische Angelegenheit zu sein.
Nach dem kurzen theoretischen Vortrag über den Buddhismus und dem Austausch über unsere  vielen Fragen, luden Joshua und Elke dazu ein, an einer kurzen buddhistischen Meditation teilzunehmen. Wir nahmen diese Einladung gerne an und folgten still und ruhig dem Meditationstext, dem Mantra, ließen einen Buddha vor unserem geistigen Auge entstehen und sprachen im Chor sogar das ´Om` mit.
Abschließend bekamen wir großes Lob, wir seien gut vorbereitet gewesen und hätten erstaunlich großes Interesse gezeigt. Und auch wir waren uns einig: Dieser „Unterricht“ hat sich gelohnt. DSCF1021 (2)

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