‚Andersrum aufgeklärt‘ am AWG

Die Richtlinien für Sexualerziehung des Ministeriums für Schule und Weiterbildung NRW besagen, dass Hetero-, Homo-, Bi- und Transsexualität zur Persönlichkeit des Menschen gehören und somit keine Unterschiede im Wert haben. Ziel des fächerübergreifenden Unterrichts soll es daher unter anderem sein, die SchülerInnen zur Toleranz gegenüber anderen Lebensweisen zu befähigen.
Auf dieser Grundlage nahmen im Rahmen des Religionsunterrichts für die Jahrgangsstufe EF Schülerinnen und Schüler  des Augustin-Wibbelt-Gymnasiums jetzt erstmalig am sogenannten SchLAu-Workshop teil. SchLAu steht für Schwul Lesbisch Bi Trans* Aufklärung in NRW. Der Workshop wurde mit den Schülerinnen und Schülern im Rahmen der anthropologischen Unterrichtsreihe „Wer bin ich? Pluralität von Lebensformen“ durchgeführt. Ziel war es die Vielfalt von Lebensformen kennen und achten zu lernen sowie Ausgrenzung und Diskriminierung zu verringern.
Durchgeführt wurde der Workshop von ‚Andersrum aufgeklärt‘. ‚Andersrum aufgeklärt‘ ist als schwul-lesbisches Aufklärungsprojekt ein Teil des Netzwerks SchLAu NRW, das an vielen Orten in Nordrhein-Westfalen mit regionalen Gruppen aktiv ist. Der Ansatz des Aufklärungsprojektes besteht darin, Vorurteile und Klischees gegenüber schwul-lesbischen Lebensweisen durch die direkte Begegnung wirkungsvoll zu hinterfragen und abzubauen. Dabei sollen Gemeinsamkeiten und Unterschieden zu heterosexuellen Partnerschaften, insbesondere aber deren Normalität aufgezeigt und darüber hinausgehende Informationen über die Lebenswirklichkeit homosexueller Paare gegeben werden.

IMG_5770_2Dass dieses Ziel erreicht wurde, darin waren sich die Schülerinnen und Schüler des AWG einig. In einer einheitlich positiven Rückmeldung stellten sie besonders die Freundlichkeit und das humorvolle Auftreten des Workshopleiterteams heraus, die es schafften, die Teilnehmer auch über den Workshop hinaus zum Nachdenken anzuregen.
Nur den zeitlichen Rahmen von drei Unterrichtsstunden sahen die SchülerInnen als zu kurz an. Sie regten daher an, unbedingt vergleichbare Workshops in anderen Kursen anzubieten, dann aber mit größerem zeitlichen Spielraum.

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