Osthaus Museum

IMG_5107IMG_5106Unterstützt durch das Kulturreferat Westpreußen, Posener Land, Mittelpolen, Wolhynien und Galizien hat der Projektkurs Kunst des Augustin-Wibbelt-Gymnasiums die Rauminstallation „die Architektur der Erinnerung – vor der Stille“ der Künstlerin Sigrid Sigurdsson im Osthaus Museum in Hagen besichtigt. „Eine ergreifende Arbeit, die berührt und garantiert noch bei mir nachwirken wird“, so eine Schülerin nach der Führung und dem Aufenthalt in dem Museum im Museum. Sigurdsson beschäftigt sich mit den Phänomenen „Gedächtnis“ und „Erinnerung“, die Zeit des Nationalsozialistischen Systems in Deutschland bildet dabei den inhaltlichen Schwerpunkt ihrer künstlerischen Auseinandersetzung. Die Arbeit in Hagen zeigt ein Archiv bestehend aus Wandregalen, Vitrinen und Kästen, in denen Bücher, Gegenstände und Objekte jeglicher Art liegen. An den Wänden hängen Zeichnungen. Es mischen sich Werke der Künstlerin und Werke von Museumsbesuchern. Sigurdssons Werk wächst stetig und sie sucht den Austausch mit Menschen. Erinnerungen sollen so wach gehalten werden. Die Besucher der Rauminstallation werden aufgefordert, Werke aus den Regalen zu nehmen und sich mit den Erinnerungen anderer auseinanderzusetzen. Die Schülerinnen und Schüler des Projektkurses waren besonders von den individuell gestalteten Gäste- und Reisebüchern beeindruckt: „Auch wenn wir die NS- und Kriegszeit nicht am eigenen Leibe erfahren haben, so gehen die Worte und Bilder in den Büchern uns doch sehr nahe.“ Die zunächst befremdlich wahrgenommene Stille des Raumes entpuppte sich am Ende als Ort des Gedenkens, indem sich die Schülerinnen und Schüler lange aufgehalten und wohl gefühlt haben. So bleiben Erinnerungen lebendig.

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