Informatik

Das Fach Informatik kann als dreistündiger Grundkurs von der Einführungsphase (Jahrgangsstufe 11) an bis zum Abitur belegt und gegebenenfalls als 3. oder 4. Abiturfach gewählt werden. Es vertritt neben der Mathematik und den Naturwissenschaften Biologie, Chemie und Physik (eine ist Pflicht) das mathematisch – naturwissenschaftliche Aufgabenfeld.

Was ist Informatik?

Im Schulfach Informatik in der gymnasialen Oberstufe geht es weniger um den Einsatz von Software im Anwendungsbereich, als vielmehr um die Arbeit an Modellen, das Erkennen von Strukturen und das Entwickeln von Lösungsverfahren. Informatik in der gymnasialen Oberstufe hat in keiner Weise etwas mit Word, Excel, PowerPoint oder ähnlichem zu tun.

Was wird Vorausgesetzt?

Der Kurs setzt kein Vorwissen in Fach Informatik voraus. Kenntnisse in einer Programmiersprache sind zwar von Vorteil aber nicht notwendig. Fundierte Kenntnisse aus der Mathematik und eine entsprechende Fähigkeit zu logischem Denken sollten aber vorhanden sein.

Was wird gemacht?

In der Einführungsphase werden die Grundprinzipien des objektorientierten Modellierens und Programmierens vermittelt. Dabei kommen die Entwicklungsumgebungen Greenfoot und BlueJ zum Einsatz. Diese Werkzeuge ermöglichen auch ohne besondere Vorkenntnisse einen einfachen Zugang zur objektorientierten Programmierung in der Programmiersprache Java. Zuerst entwickeln die Schülerinnen und Schüler Programme mit „Schleifen“ und „Verzweigungen“  zur Lösung graphisch animierter Aufgaben. An Alltagsbeispielen orientiert, erschließen sie die Bedeutung des Begriffs „Objekt“ und erkennen wie die Eigenschaften und Fähigkeiten eines realen „Objektes“ in der Programmierung durch „Attribute“ und „Methoden“ dargestellt werden. Danach erfahren die Schülerinnen und Schüler wie verschiedene Objekte miteinander  kommunizieren oder ihre Eigenschaften und Fähigkeiten an andere Objekte vererben können. Und zum Abschluss erfolgt mit der Entwicklung und Implementation ausgewählter Such- und Sortierverfahren ein Einstieg in die Algorithmik.
In der Qualifikationsphase (Stufen 12 und 13) werden die Kompetenzen, die in der Einführungsphase aufgebaut wurden erweitert und vertieft. Dabei ist das selbstständige Lernen ein besonderes Charakteristikum des Unterrichts. Im Bereich der Programmierung liegen die Schwerpunkte auf rekursiven Algorithmen, der Kryptographie und der Verwendung dynamischer Datenstrukturen (Stapel, Schlange, Liste und Binärbaum) zur angemessenen Verwaltung größerer Datenbestände. Die theoretische Informatik ist der zweite große Themenblock in der Qualifikationsphase. Hier liegen die Schwerpunkte in der Konstruktion und Darstellung abstrakter Automaten und der Entwicklung kontextfreier Grammatiken zur Erzeugung formaler Sprachen. Ein dritter Inhaltsbereich ist die Modellierung von Datenbanken und Datenbankabfragen.

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