Physik

Was ist Physik?

Wenn man in einer Enzyklopädie nach „PHYSIK“ sucht wird man eine Definition finden die folgendermaßen klingen könnte:
„Physik ist eine fundamentale Naturwissenschaft. Sie befasst sich mit den elementarsten Zuständen
der Materie, durch deren Wechselspiel die ungeheure Vielfalt der Natur entsteht.“
Das Problem dieser Beschreibung liegt sicher darin, dass man schon einige Jahre Physik gehabt haben muss, um die Tiefe und Brillanz dieser Beschreibung zu verstehen.
Um niemanden mit diesen zuerst evtl. unverständlichen Fachtermini zu vergraulen gibt es hier eine weitere nicht minder korrekte Definition:
„PHYSIK beschäftigt sich mit der Natur!“
… nicht mehr und nicht weniger. Die Physik beschäftigt sich mit der gesamten Natur, der „lebenden Natur“ und der „unbelebten Natur“.

Aber wie kann man dann die Physik von den beiden anderen Naturwissenschaften Chemie und Biologie unterscheiden?
Da die Natur an sich die Selbe ist liegt der Unterschied im Blickwinkel auf diese. Jede Wissenschaft schaut auf eine eigene Art und Weise auf die sie interessierenden Aspekte der Natur.
So ist das Auge Gegenstand des Physik- und des Biologieunterrichtes.
Die Biologie beschäftigt sich mit dem Aufbau des Auges, der Bedeutung der einzelnen Bestandteile und der Verarbeitung der eingegangenen Signale.
Die Physik untersucht und beschreibt, wie das Licht ins Auge gelangt, wie und warum wir scharf sehen können oder wie Sehfehler (z.B. Weit- und Kurzsichtigkeit) behoben werden können.

Das Fach Physik am AWG

Physik wird bei uns am AWG wie an den meisten Gymnasien sowohl in der Sek. I (8., 9. und 10. Klasse) als auch in der Sek II (EF, Q1 und Q2) unterrichtet.

In der Sek. I (zwei Stunden pro Woche) geht es nicht nur um eine theoretische Ebene der Beschreibung von Naturphänomenen, sondern hauptsächlich um einen direkten Zugang, um das praktische Erfahren. Diesem Ansatz wird dadurch Rechnung getragen, dass das Schülerexperiment der zentrale Aspekt des Unterrichtes ist.

In der Sek. II (drei Stunden pro Woche, bzw. 5 im LK) bleibt das Experiment das zentrale Medium des Unterrichts. Aber hier wird viel mehr Wert darauf gelegt die Erkenntnisse aus dem Experiment in größeren Zusammenhängen auch auf formaler Ebene zu betrachten. Dazu werden Ergebnisse Ausgewertet, formelhafte Zusammenhänge erkannt, hergeleitet und festgehalten. Mit diesen Formeln werden weitergehend Hypothesen gebildet, die dann nach Möglichkeit in Experimenten überprüft werden. Auf Grund dieser Herangehensweise in der Sek. II nimmt die Mathematik einen wesentlichen Raum im Unterricht ein. Sie ist die Sprache, die uns Physikern hilft die Natur zu beschreiben.

Da Physik die Basiswissenschaft für vielerlei Ingenieurs- bzw. Naturwissenschaftsstudiengänge ist, freuen wir uns besonders, dass es seit vielen Jahren immer einen Leistungskurs in der Physik gibt.
Der Leistungskurs gibt interessierten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit eines noch tieferen Einblicks in die Natur und in die Arbeitsweisen der Physik. Er unterstützt somit den Übergang ins Studium der MINT-Fächer.

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