Biologie

Das Fach Biologie am AWG

Das Fach Biologie wird am AWG sowohl in der Sek. I als auch in der Sek. II unterrichtet. Dabei stehen für den Biologieunterricht ein Hörsaal zu Verfügung sowie ein Arbeitsraum, der auch mikroskopische Untersuchungen und Experimente zulässt.

Biologie in der Sek. I: In der Regel haben unsere Schüler bereits in der 5. und 6. Jahrgangsstufe Biologieunterricht gehabt. An grundständigen Gymnasien muss Biologie in der Regel in der Mittelstufe jeweils zweistündig in den Jahrgangsstufen 7 und 9 unterrichtet werden. Aufgrund des schulinternen Curriculums in den Naturwissenschaften wird Biologie am AWG in der Mittelstufe jeweils zweistündig in den Jahrgangsstufen 7, 8 und 9 unterrichtet. Das bedeutet also, dass der gleiche Unterrichtsinhalt sich auf drei statt nur auf zwei Jahre verteilt. Die gewonnene Zeit kann damit zur Wiederholung von Unterrichtsinhalten aus der 5. und 6. Jahrgangsstufe genutzt werden bzw. zur vertiefenden Betrachtung von Themen, die für die Schüler besonders wichtig sind oder für die sie sich besonders interessieren. In der Jahrgangsstufe 7 werden Grundbegriffe der Biologie eingeführt, die in späteren Jahrgangsstufen wieder aufgegriffen und dann vertieft behandelt werden. Dazu gehören beispielsweise die Grundlagen der Ökologie wie die Bestandteile eines Ökosystems beispielsweise der Hecke. Dazu fertigen die Schüler ein Herbarium an. Bei den Themen Energiefluss und Stoffkreisläufe werden Bezüge zu der Chemie und der Physik hergestellt. Im weiteren Verlauf der 7. Jahrgangsstufe beschäftigt man sich mit der Entstehung von Fossilien und den Veränderungen von Lebewesen im Zuge der Evolution. Unterrichtsgegenstand der Jahrgangsstufe 8 umfasst verschiedene Inhaltsfelder. So wird zum einen die Entstehung und Vermeidung von Krankheiten behandelt, die durch Bakterien, Viren oder Parasiten ausgelöst werden. Dazu gehört, dass man sich mit dem Aufbau und der Funktion des Immunsystems und der Bedeutung von Allergien auseinandersetzt. Das anschließende Inhaltsfeld Kommunikation und Regulation beinhaltet den Bau und die Funktion des Nervensystems sowie die hormonelle Steuerung des Organismus. Dies leitet über zum letzten Inhaltsfeld dieser Jahrgangsstufe, der Sexualerziehung. Dabei ist zu beachten, dass Sexualerziehung nicht einfach nur „Verhütungsunterricht“ ist. Natürlich lernt man in diesem Zusammenhang den Bau und die Funktion der Geschlechtsorgane kennen und bespricht die Vor- und Nachteile verschiedener Verhütungsmethoden und die Möglichkeiten zur Vermeidung von Geschlechtskrankheiten. Sexualerziehung geht aber über das rein humanmedizinische Wissen hinaus und muss auch soziale, moralische und ethische Aspekte berücksichtigen, die sich aus Partnerschaft und Familienplanung ergeben. Die Inhaltsfelder der Jahrgangsstufe 8 und 9 gehen nahtlos ineinander über, weswegen sie nach Möglichkeit auch von der gleichen Lehrkraft unterrichtet werden. Hier wird mit dem Thema „Individualentwicklung des Menschen“ an die Grundlagen der Sexualerziehung angeschlossen und die Geschehnisse nach der Befruchtung betrachtet: die Embryonalentwicklung, die Geburt sowie das Heranwachsen und Altern bis zum Tod. Auch hier beschränkt man sich wieder nicht rein auf das humanmedizinische Wissen sondern berücksichtigt auch den Menschen. So geht es beispielsweise bei dem Thema „pränatale Diagnostik“ neben den medizinischen Details der vorgeburtlichen Untersuchungen auch um die ethischen Probleme, welche sich aus einer entsprechenden Diagnose ergeben können. Ebenfalls dem Inhaltsfeld „Individualentwicklung des Menschen“ sind die Themen „Grundlagen gesundheitsbewusster Ernährung“ und „Konsequenzen des Ge- und Missbrauchs von Alkohol und Drogen“ zugeordnet. Schließlich bespricht man auch unter dem fachlichen Kontext „Stationen eines Lebens – Verantwortung für das Leben – Organspender werden?“ den Bau und die Funktion der Niere und ihre Bedeutung als Transplantationsorgan. Die folgenden Inhaltsfelder befassen sich mit der Vererbung, die mit Hilfe der Mendelschen Regeln erklärt wird sowie den Grundlagen der Molekulargenetik, welche den Bau und die Funktion der DNA und der Chromosomen umfasst.

Biologie in der Sek. II:

Jahrgangsstufe 11: Das Fach Biologie wird in der 11. Jahrgangsstufe, der Einführungsphase (EF) als dreistündiger Grundkurs unterrichtet. In den Jahrgangsstufen 12 und 13, der Qualifikationsphase (Q1 und Q2) kann das Fach entweder als dreistündiger Grundkurs oder als fünfstündiger Leistungskurs belegt werden. Das Fach Biologie ändert gegenüber der Unter- und Mittelstufe in der Oberstufe sehr deutlich ihr Gesicht. Nicht nur steht in der Oberstufe die naturwissenschaftliche Vorgehensweise stark im Mittelpunkt, es werden auch molekularbiologische Aspekte sehr stark in den Vordergrund gerückt. Daher sind Kenntnisse der physikalischen und chemischen Grundlagen für eine erfolgreiche Mitarbeit im Unterricht dringend erforderlich. In dem ersten Halbjahr der Jahrgangsstufe 11 wird mit Hilfe von Mikroskopen der genaue Aufbau der Zelle besprochen. Die Schülerinnen und Schüler lernen die genaue Funktion der Zellbestandteile wie beispielsweise des Zellkerns kennen. Das zweite Halbjahr konzentriert sich auf die Biochemie der Zelle. Im Rahmen dieses Themenabschnitts bespricht man beispielsweise den Zellmembranaufbau und entsprechende Transportprozesse, aber auch den Aufbau der Proteine und ihre Funktion für grundlegende Stoffwechselprozesse.

Jahrgangsstufe 12: In der Jahrgangstufe 12 behandelt man die Genetik. Dabei werden die Grundlagen der Klasse 9 kurz wiederholt, bevor das Thema auf fachlich anspruchsvollerer Ebene vertieft wird. So geht es beispielsweise nicht nur darum, was ein Gen ist, sondern auch, wie es sich durch Mutationen verändert, wie seine Expression im Organismus gesteuert wird oder wie es sich im Zuge der Gentechnik manipulieren lässt. Das zweite Halbjahr beschäftigt sich mit der Ökologie, also den Beziehungen von Organismen untereinander und zu ihrer Umwelt. Ähnlich wie in der Genetik werden auch hier die Grundlagen aus der Sek. I wieder aufgegriffen und vertieft behandelt.

Jahrgangstufe 13: Die beiden Themen der Jahrgangstufe 13 sind die Evolutionstheorie und die Neurobiologie. Wiederum werden die Grundlagen aus der Sek. I kurz wiederholt, um dann umfangreicher und vertiefter behandelt zu werden. So nehmen beispielsweise Evolutionsbelege und die genauen Mechanismen der Evolution einen großen Raum im ersten Halbjahr ein. Der abschließende Abschnitt des Themenbereichs beschäftigt sich mit der Evolution des Menschen. Im zweiten Halbjahr berücksichtigt man bei den neurobiologischen Themen die Vorgänge an der Nervenzelle auch auf molekularer Ebene, da hier – im Gegensatz zur Sek. I – die notwendigen physikalischen und chemischen Grundlagen vorliegen sollten.

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