Grazie Warendorf! 2015

Ein Bericht über den Gegenbesuch der Turiner in Warendorf (18.04-24.04.2015)

Jedes Land hat seine Stereotypen: wir Schüler von dem Sprachgymnasium “Altiero Spinelli” aus Turin sind hierher gekommen, um die deutschen Gewohnheiten zu entdecken und unsere Stereotypen über “die Deutschen” zu überprüfen.

Am Wochenende waren wir bei den Gastfamilien und nach zwei Tagen hat die Schulwoche endlich begonnen.

IMG_Meditationsraum_KeksWir wussten alle, dass die Deutschen diszipliniert, ordentlich und entspannt sind, aber wir hätten niemals erwartet, dass es sogar in der Schule einen Meditationraum gibt. Das ist ohne Zweifel ein guter  Anfang für eine Schulwoche und wir sind der Meinung, dass es so ein Angebot auch  in den italienischen Schulen geben sollte!

IMG_Italienerinnen_LandgestuetNach diesem freundlichen Empfang besichtigten wir das Landgestüt, wo die besten Zuchtpferde ausgewählt und trainiert werden. Danach lernten wir durch eine von unseren Austauschpartnern organisierte Stadtrally die Innenstadt von Warendorf besser kennen. Uns beindruckte die Anzahl der Pferde in Warendorf, aber vor allem wurde uns klar, wie geordnet, ruhig und sauber die Stadt ist – wie in einem Videospiel!

Am Dienstag haben wir die schöne und berühmte Unistadt Münster besichtigt, wo es doppelt so viele Fahrräder als Einwohner gibt. Ohne Abgase der Autos ist der Lebenstil in Münster sicherlich gesünder als in Turin, allerdings sind wir Italiener nicht an diesen großen Fahrradverkehr gewöhnt, deswegen waren wir total überrascht!

Am Mittwoch haben wir alle zusammen – Italiener und Deutsche – einen Ausflug nach  Bonn gemacht.

So  hatten  wir die Möglichkeit, uns besser kennenzulernen. Außerdem konnten wir – Italiener und Deutsche –  dank der Besichtigung der Innerstadt  und des “ Haus der Geschichte”  unsere unterschiedlichen Gesichtpunkte und persönlichen Eindrücke darüber austauschen.IMG_Besuch_Bonn

Das Museum hat uns die Chance gegeben, viel über die deutsche Geschichte  nach dem Zweiten Weltkrieg zu entdecken: es war für uns viel interessanter, als hätten wir den selben Stoff in Schulbüchern gelernt!

Nach drei Tagen Stadtführungen, die nicht nur wichtig für unsere Kentnisse sondern auch amüsant waren, haben wir uns schließlich am  Donnerstag im Erlebnisbad “Maximare” von Hamm entspannt: es war perfekt, um die schöne Schulwoche zu beenden!

Während unseres Austausches konnten wir viel über die Deutschen kennenlernen; zum Beispiel dachten wir Italiener vorher, dass sie introvertiert und viel zu ernst waren, aber unsere Vorurteile waren absolut falsch: Diese Jugendlichen und ihre Familien sind sehr gastfreundlich, nett und aufgeschlossen! Sie haben alle ein großes warmes Herz und sie haben uns wie Familienmitglieder behandelt.

Wir haben auch mit einer großen Überraschung bemerkt, dass die Deutschen nicht nur Kraut, Kartoffeln und Würste essen! Unsere Gastfamilien haben uns unterschiedliche Spezialitäten gekocht, aber wir wussten schon, dass das deutsche Bier lecker schmeckt…  tatsächlich war es so und dazu viel billiger als Wasser!

Sicherlich haben wir dank  dieses Austausches sowohl unser Deutschniveau verbessert als auch die deutsche Kultur besser kennengelernt. Wir haben auch versucht, uns mit  unterschiedlichen Gewohnheiten zu vergleichen  aber vor allem haben wir verstanden, wie entspannend ist, in Kontakt mit grünen Landschaften  zu sein! Zu bewundern scheint uns auch die Rücksicht auf die Natur, die die Deutschen haben, so wie die Pflege, mit der sie die Straßen, die Städte und die Gärten behandeln.

Wie die Bürgermeisterin von Warendorf uns am ersten Tag sagte, sind Schulaustausche eine gute Gelegenheit für unser persönliches  Wachstum, deswegen fahren  wir alle nach Hause mit einem  Gepäck voller Erlebnisse und Anregungen.IMG_Abschied_am_AWG

Wir danken herzlich dem AWG für die wunderschöne Aufnahme und vor allem die Lehrer, die alles organisiert haben,  den Austauschpartnern und ihren Eltern. Die schöne kleine Pferdstadt wird immer in unseren Herzen bleiben!

 

Erica, Isabella, Martina und Teresa

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