Genetik-Praktikum an der Universität Münster

MINT GentechnikpraktikumKurz vor den Osterferien absolvierten die 20 Schülerinnen und Schüler des Biologie-Leistungskurses der Jahrgangsstufe 12 am Augustin-Wibbelt-Gymnasium ein Genetik-Praktikum am Institut für Neuro- und Verhaltensbiologie der Universität Münster.
Zusammen mit ihrer Lehrerin Anne Triebel führten sie verschiedene aufeinander aufbauende Experimente aus dem Bereich der Molekularbiologie praktisch durch.
So wurde DNA aus Tomaten und der Drosophila, bekannt als Fruchtfliege, isoliert, DNA vervielfältigt und anschließend sichtbar gemacht.
Die Schülerinnen und Schüler begannen mit der PCR, also der Polymerase-Chain-Reaction (zu Deutsch: Polymerase-Kettenreaktion). Bei dem Verfahren geht es darum, einen DNA-Strang zu vervielfältigen. Hierfür wurde DNA verwendet, die bereits von anderen Praktikumsteilnehmern isoliert wurde.
Nach einer Theorieeinheit durften die Teilnehmer die Ansätze für die PCR vorbereiten.
Nachdem die Ansätze fertig gestellt waren und in einen Thermocycler gestellt wurden, der die PCR durchführt, haben sie gelernt, wie man DNA isoliert. Hierfür wurden zunächst Tomaten, beziehungsweise Drosophila in einer Lösung zerquetscht und mehrmals zentrifugiert. Nach der ethanolischen Fällung war fadenförmige DNA zu erkennen.
Mit dem dritten Versuch, der sogenannten Gelelektrophorese, wurde die DNA in einem Gel der Länge nach aufgetrennt und sichtbar gemacht.
Zudem konnten die Schülerinnen und Schüler an einer Institutsführung teilnehmen, sie bekamen Einblicke in den Bereich der Molekularbiologie und in die Arbeit der genetischen Forschung an Drosophila.
Die Schüler erprobten damit einige der Labormethoden, die man braucht, um der Funktion und Aktivität von Genen auf die Spur zu kommen oder um einen „genetischen Fingerabdruck“ zu erstellen. Das Angebot der Universität Münster ist vorbildlich. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit mit hochwertigen Geräten zu arbeiten und konnten dabei wertvolle Erfahrungen sammeln. Sie haben selbst festgestellt, dass die Methoden im Labor viel komplizierter sind, als sie es aus dem Schulbuch kennen und dass neben genauem Fachwissen auch handwerkliches Geschick und Geduld gefordert sind. So realistische Einblicke gibt’s nicht im Schulbuch, sondern nur im Genlabor selbst.

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