Projekttage 2015

„AWG sucht Mittel gegen Suchtmittel“

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Zwei Schultage lang haben sich die Schülerinnen und Schüler des AWGs in Arbeitsgruppen intensiv mit Themen rund um Suchtmittel auseinandergesetzt. Die Themen waren breit gefächert, unter Anderem wurden Teilbereiche aus den Themenkomplexen „Süchte und Suchtmittel allgemein und in der Geschichte“, „Prävention“, „kreative/künstlerische Auseinandersetzung“, „Medien“ und „Hilfe/Unterstützung bei Drogensucht, Umgang mit Drogen“ in den Gruppen behandelt.

Die Sekundarstufe I hat sich jeweils im Klassenverband mit den Themen aus den Bereichen Sucht, Suchtmittel, Umgang mit Sucht und Suchtprävention auseinandergesetzt.IMG_9064

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Projekte der Sekundarstufe I (Klassen 7-9)

Die Klasse 7 hat sich einen Vortrag zu Computer- beziehungsweise Internetsucht angehört und im Anschluss daran Logos gegen Internetsucht sowie Rollenspiele, Tagebucheinträge und Briefe erstellt.

Das Projekt der 8a nennt sich „Chatten, Posten, Liken“, die Schüler wurden durch einen Fachvortrag darüber informiert, ob der Gebrauch von Medien ein Suchtpotential hat und ob es Jugendliche gefährden kann.IMG_9091

Die Klasse 8b beschäftigte sich mit dem Thema Energy Drinks und deren Suchtpotential. Dazu klärten sie über die Gefahren des Getränks auf und schafften durch das Angebot von alkoholfreien Cocktails an der Schule eine gesündere Alternative.

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Alkohol, Rauchen und Tabak war das Thema der Jahrgangsstufe 9. Während die 9a Befragungen durchführte und Statistiken aufstellte, entwickelte die 9b Spiele zum Rauchen zu vorgegebenen Themen, die auch im Unterricht angewandt werden sollen.

Themengebiet Künstlerische/Kreative Auseinandersetzung

Sechs der Projektgruppen suchten Möglichkeiten der künstlerischen, beziehungsweise kreativen Auseinandersetzung mit den Suchtmitteln.IMG_9080

Die Mitglieder der Projektgruppe Malerei haben sich Roy Lichtensteins Popart als Vorbild genommen und nach anfänglichem Brainstorming zu Drogen, Skizzen zu Folgen des Konsums erstellt. In der letzten Phase wurde gemalt.IMG_9101

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Außerdem gab es zwei weitere Gruppen, die sich künstlerisch mit dem Thema Drogen und Sucht beschäftigt haben. Zum einen erstellte eine Gruppe Comics, zum anderen wurden Graffitis angefertigt. Die Endprodukte sind in der Schule ausgestellt worden.IMG_9106

Auf eine andere Weise beschäftigte sich eine Gruppe mit Fotografie zum Thema Sucht, bei der sie sich besonders auf den Prozess, z.B. des Alkoholkonsums bezogen haben.

Ein selbstgeschriebenes Theaterstück wollte das Publikum zudem für das Thema Alkoholkonsum sensibilisieren, unter dem Titel     „ProBier (s)  nicht?“IMG_9129

In der Projektgruppe Psychedelic Rock entstand ein selbst entworfener Rocksong. Am ersten Projekttag hat die Gruppe den Liedtext selbst verfasst und die Melodie komponiert. Am zweiten Tag wurden die Komponenten, unter Anderem Klavier und Gesang separat aufgenommen und zusammengefügt.

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Themengebiet Medien

Die mediale Auseinandersetzung und die Veranschaulichung des Themenkomplexes Sucht und Suchtmittel wurde hier in Betracht gezogen.IMG_9069

IMG_9068Durch eine Informationsveranstaltung am ersten Projekttag wurde es der Projektgruppe ,,Internet und Handy – soziale Netzwerke“ erleichtert, Plakate und Powerpoint-Präsentationen zu erstellen.IMG_9066

Außerdem wurden in einer weiteren Gruppe Rundfunk- und Radiobeiträge in Form von Werbespots und Hörspielen in Kleingruppen aufgenommen.

Des Weiteren haben sich zwei Gruppen mit Film und Fernsehen auseinandergesetzt, wobei eine Gruppe den Film „Fear and Loathing in Las Vegas“ anhand von Analysekriterien ausgewertet hat. Die andere Gruppe hat mithilfe eines Konzeptentwurfs einen eigenen Film gedreht, der sowohl informativ als auch unterhaltsam sein sollte.IMG_9127

Themengebiet Prävention und Unterstützung

Das Themengebiet der Prävention und Unterstützung gilt als eines der wichtigsten der Projekttage.

Eine Projektgruppe hat sich mit der Leitfrage ,,Lieber schlau als blau“ beschäftigt und wurde in einem Vortrag von Torsten Rahner von der quadro Sucht- und Drogenberatung Warendorf über die Motive des Alkoholtrinkens informiert. Im Anschluss daran durfte sich die Gruppe einen Vortrag eines Betroffenen anhören und Fragen stellen.

Das St. Rochus Hospital in Telgte wurde von einer Gruppe besucht, die sich Fragen überlegten, die sie nachher einem Psychologen stellen konnten. Die Fragen bezogen sich auf folgende Themen: die Sucht im Allgemeinen, die Patienten und deren Behandlung und die Arbeit innerhalb des Hospitals. Daraufhin war die Gruppe in der Lage Plakate zu erstellen und das Interview revue passieren zu lassen.IMG_9045IMG_9147

Ein weiteres Projekt bestand darin, neue Erkenntnisse über die erste Hilfe zu gewinnen oder auch bereits vorhandenes Wissen wieder aufzufrischen. Dabei wurde besonders auf die stabile Seitenlage und Wiederbelebungsmaßnahmen wert gelegt. Zum Schluss hat die Projektgruppe Flyer erstellt und in der Schule veröffentlicht.DSC_0379

Eine Gruppe hat sich alternativ mit ,,legalen Drogen“, wie Tee, Kaffee, usw. auseinandergesetzt, indem sie sich über Kräuter informiert und einen eigenen Tee gebrüht haben.

Zutaten für den ,,AWG-Tee“:

  • die Blüten von 4 Lavendel-Blütenständen
  • 5 Salbeiblätter
  • 1-2 Zitronenthymian-Zweige
  • 1 Thymianzweig
  • 3 Blättchen Giersch
  • 1 (ganzes) Erdbeerblatt
  • 2 Himbeer-Blättchen
  • 1 Batt Zitronenmelisse
  • Die frisch gesammelten Zutaten mit dem Messer klein schneiden und in einem Sieb aufgießen.

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Pilgern – Auf dem Weg zu sich selbst?

Eine der Projektgruppen ist von Lienen aus nach Lengerich gepilgert und hat dort genächtigt. Sie wanderten den Hermannsweg entlang zur Tecklenburg und besichtigten auf ihrem Weg die evangelische Stadtkirche Lengerich.

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Die Projektgruppe „Pilgern“ u. a. begleitet von Frau Herich (links) und Frau Kuhnhold (rechts im Bild)

Ursprünglich pilgerten die Menschen aus religiösen Gründen hinsichtlich des Sündenerlasses und um ein Versprechen an Gott zu erfüllen.  Allerdings wurde das Pilgern in Zeiten des Mittelalters auch als Abenteuer angesehen. Während des Pilgerns kann es für Menschen hilfreich sein, sich selbst besser kennen zu lernen und somit auch zu überlegen, warum man für einige Dinge anfällig ist. Auf dem Weg des Ich-Findungs-Prozesses lernt man sich selbst kennen und findet eventuell heraus, was einen beschäftigt und auch in Bezug auf Drogen und Sucht gelangt man vielleicht zum Ursprung des Problems und denkt über den Beginn und den Verlauf der Droge beziehungsweise der Sucht nach.

Eine weitere Gruppe hat einen Fragebogen erstellt, durch den der Umgang mit Alkohol und Drogen an der eigenen Schule untersucht wurde. Eingerahmt wurden die Projekttage durch Vorträge externer Referentinnen und Referenten, alle Schülerinnen und Schüler nahmen im Verlauf des ersten Projekttages an einem der angebotenen Vorträge teil. Die Resonanz der Schülerinnen und Schülern war besonders positiv hinsichtlich des Beitrages der Kriminalpolizei zum Thema Drogen/ Alkohol und Kriminalität und des sehr ergreifenden Erlebnisberichtes eines ehemaligen Alkoholkranken.IMG_9122

Am zweiten Projekttag gab es für die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit die Projekte und Aufführungen der anderen Gruppen zu besuchen und sich über ihr eigenes Projekt hinaus, über die anderen Thematiken zu informieren.

Dokumentation der Projekttage durch die „Pressegruppe“: D. Ossenbrink, D. Kromm, S. Goeke, B. Conrad, J. Althöfer, F. Rüter, N. Volkmann, S. Hankmann.

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