NRW Fremdsprachenwettbewerb

Gold, Silber und Bronze für Warendorfer Russischschüler bei NRW Fremdsprachenwettbewerb

Einen äußerst erfolgreichen Wettbewerbstag erlebten kürzlich sieben Schüler vom Augustin-Wibbelt-Gymnasium und dem  Gymnasium Laurentianum auf der 33. Russisch Landesolympiade in Düsseldorf. Sieben von acht teilnehmenden Schülern konnten sich unter den ersten drei ihrer Leistungsgruppe platzieren.   Auf unterschiedlichen Leistungsniveaus setzten sich die Warendorfer Schüler erfolgreich gegen ihre Mitstreiter aus ganz NRW durch. Einen dritten Platz belegten: Christina Schiewe (AWG, Jgst. 12), Elena Kran (AWG, Jgst. 13) und Anastasia Kudrjasov (AWG, Jgst. 13). Silber erreichten Melisa Mesanovic (AWG, Jgst. 13) und Maria Sartison (LAU, Jgst. 13). Herman Bedke (LAU, Jgst. 13) und Irina Ehrlich (AWG, Jgst. 13) errangen Gold.

Von links: hinten: Irina Ehrlich (1. Platz, AWG), Hermann Bedke (1. Platz, LAU), Christina Schiewe (3. Platz, AWG), Russischlehrerin Judith Berg, Elena Kran (3. Platz, AWG), Anastasia Kudrjasov (3. Platz, AWG). Von links: vorne: Melisa Mesanovic (2. Platz, AWG), Maria Sartison (2. Platz, LAU).

Nach 2,5 stündiger Anreise zum Theodor Fliedner Gymnasium in Düsseldorf, mussten die Schüler zunächst einen Leseverständnistest bewältigen. Anschließend hatten die Teilnehmer ihr Können und Nervenstärke in einer achtminütigen mündlichen Prüfung zu beweisen. Die Russischolympiade wird vom Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRWunterstützt. Es handelt sich um eine bewährte Maßnahme zur individuellen Förderung von Schülern mit entsprechender Begabung. Insbesondere die mündliche Prüfung gibt den Schülern die Möglichkeit, eine ähnliche Situation wie im mündlichen Abitur zu erleben.

Einige der Warendorfer Schüler haben einen muttersprachlichen Hintergrund, d. h. sie sind selbst noch in Russland oder einer ehemaligen Sowjetrepublik geboren und/oder sprechen zum Teil noch Russisch mit Eltern und Verwandten. Diese Schüler mussten ihre Prüfungen auf muttersprachlichem Niveau ablegen, das sich nach dem europäischen Referenzrahmen auf C1 – C2 bewegt. In der mündlichen Prüfung ziehen die Teilnehmer eine Karikatur, die beschrieben und interpretiert werden muss. Auf den Niveaus A – B ziehen die Schüler in der mündlichen Prüfung sogenannte „bilety“, eine Karte, auf der ein Lehrbuchthema formuliert steht. Die Prüflinge müssen frei zu dem Thema erzählen und anschließend vertiefende Fragen beantworten. Überrascht sind Schüler immer wieder über die Tatsache, dass sie tatsächlich fließender sprechen können, als sie erwartet haben. Gelegentlich ist es auch umgekehrt: „Mir sind immer wieder russische Wörter nicht eingefallen, obwohl ich sie eigentlich kenne“, sagte Christina Schiewe, die eine Prüfung auf muttersprachlichem Niveau absolviert hatte. Russischlehrerin Judith Berg freut sich darüber, dass in diesem Jahr erneut Schüler ihres Kurses mit „Begeisterung bei der Sache waren und positive Erfahrungen auch in einer Prüfungssituation außerhalb der eigenen Schule machen konnten“.

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