Lebendige Begegnung mit Kanada

Lebendige Begegnung mit Kanada

Kanadische Austauschschülerin

Die Kanadierin Ariane Glaude (vorne, 4. v.l.) zu Besuch beim Französischkurs der Q2 am AWG

„Welche Unterschiede zwischen kanadischen und deutschen Schulen gibt es? Ist der Winter in Kanada wirklich so kalt? Was oder wen vermisst du am meisten? Wie ist das Verhältnis zwischen den mehrheitlich französischsprachigen Quebecern und den englischsprachigen Kanadiern?“ – Dies und noch viel mehr wollten die Schülerinnen und Schüler des Französischkurses der Q2 von Ariane Glaude wissen. Die 16-jährige Schülerin der École secondaire Soulanges in der Nähe von Montreal ist zurzeit für drei Monate als Austauschschülerin in Münster und kam auf Einladung der Französischlehrerin Dr. Désirée Bourger ans Augustin-Wibbelt-Gymnasium. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich seit den Sommerferien im Rahmen der Abiturvorbereitung intensiv mit der kanadischen Provinz Québec befasst, in der Französisch die offizielle Sprache ist und man viele alte französische Traditionen pflegt. Sie waren gespannt, was der Gast über das Heimatland und die bisherigen Erfahrungen in Deutschland zu erzählen hatte. So erfuhren die Deutschen nicht nur, dass Ariane den eisigen Winter für die schönste Jahreszeit in Kanada hält und den Nationalsport Eishockey selbst betreibt und liebt, sondern auch, dass der Unterricht an der École secondaire Soulanges erst um 9.35 Uhr beginnt und strengere Kleidungs- und Verhaltensregeln kennt als deutsche Schulen: Mit den hier wie dort angesagten löchrigen Jeans etwa dürfe man keinesfalls erscheinen. Das Gespräch wurde ganz nebenher auch zu einer besonderen Art der Sprachbegegnung, denn der quebecer Akzent unterscheidet sich deutlich von der den Schülern vertrauten ‚normalen’ französischen Aussprache. Zum Schluss waren sich alle einig: Dieser Besuch war eine spannende Bereicherung des Unterrichts, bot er doch die Gelegenheit, authentische Informationen anschaulich aus erster Hand zu erhalten.

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