Bundescup Russisch –Spielend Russisch lernen

Vokabeln pauken für ein Bundesliga-Ticket. Oder sogar eine Russlandreise gewinnen. Für einige Schülerinnen sind diese Aussichten so aufregend, dass sie beim diesjährigen Russisch-Cup am Augustin-Wibbelt-Gymnasium mitmachten. Die Siegerrinnen der 1. Runde Marija Ruzhitskaja und Lena Pielemeier setzten sich im Finale gegen das AWG Team Viviane Schmidt und Annika Albers durch. Nach den Sommerferien dürfen Marija und Lena ihre Schule beim Regionalfinale vertreten. Mit etwas Glück geht es dann im Herbst zum großen Bundescup-Finale auf Schalke.

Referendarin Jördis Hoene liest die zu übersetzenden Begriffe vor. Die Teilnehmerinnen hören angespannt zu: Marija Ruzhitskaja, Lena Pielemeier, Viviane Schmidt, Annika Albers

Bereits zum fünften Mal organisiert das Deutsch-Russische Forum in diesem Jahr das deutschlandweite Sprachturnier „Spielend Russisch lernen“. Die erste der jeweils drei Spielrunden findet immer in einer Schule mit Russischunterricht statt. Das Augustin-Wibbelt-Gymnasium ist in diesem Jahr zum zweiten Mal als Ausrichter einer Schulrunde dabei. Marija Ruzhitskaja und Viviane Schmidt sind in der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe und besuchen den Russischkurs am AWG. Beide lernen im ersten Jahr Russisch, haben jedoch einen russischsprachigen Hintergrund. Lena Pielemeier und Annika Albers können absolut kein Russisch, machten sich aber mit Begeisterung und viel Phantasie an die Arbeit russische Wörter zu lernen.

Russischlehrerin Judith Berg und Referendarin Jördis Hoene (beide AWG) übernahmen nach kurzer Erläuterung der Spielregeln die Funktion der Schiedsrichter. „Es ist immer wieder interessant, wie schnell sich die„Russisch-Nichtkönner“ völlig unbekannte Wörter und Redewendungen aneignen, die zum Teil sogar extrem schwer auszusprechen sind“, betonte Berg, Russischlehrerin und Organisatorin des Sprachturniers. Die „Russisch-Könner“kommen allerdings ebenso ins Schwitzen. Sie müssen zum einen abrufbar haben, was sie im Unterricht gelernt haben, zum Teil versuchen sie jedoch auch ihre muttersprachlichen Kenntnisse zu aktivieren. Dabei kommen oft ganz neue und besonders lustig klingende Wortkreationen zustande.

Platz 1: Marija Ruzhitskaja, Lena Pielemeier vom Mariengymnasium – Platz 2: Viviane Schmidt, Annika Albers vom Augustin-Wibbelt-Gymnasium – Russischlehrerin Judith Berg bei der Überreichung der Urkunden.

Fünf Jahre Bundescup – das sind mehr als 20.000 Schüler aus 16 Bundesländern, die in gut 1000 schulinternen Runden Vokabeln gepaukt und auf Würfelglück gehofft haben. Nur wer als Team funktioniert, hat die Chance, am Ende weiterzukommen. Gewonnen haben aber immer alle – seien es ein paar russische Worte, neue Freunde, Tickets für ein Bundesligaspiel von Schalke 04 oder sogar für eine Reise nach Moskau und St. Petersburg.   „Unsere Motivation ist, junge Leute für Russisch zu begeistern und ihnen aufzuzeigen, welche Perspektiven sich mit dieser Fremdsprache für ihre Zukunft ergeben“, erläutert Martin Hoffmann, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutsch-Russischen Forums.

Ein wichtiger Aspekt des Bundescups „Spielend Russisch lernen“ ist die Integration und Förderung von drei Zielgruppen: zum einen die Jugendlichen, die Russisch als Muttersprache mit nach Deutschland gebracht haben, dann die Schüler, die Russisch in der Schule lernen und diejenigen, die praktisch noch keine Erfahrung mit dem Russischen haben.

„Die Jugendförderung ist ein wichtiges Sponsoringelement für unser Unternehmen, mit dem wir die deutsch –russische Brücke weiter ausbauen wollen“, sagt Svenja Schachten von Gazprom Germania über die Motivation des Energiekonzerns, den Bundescupnun schon zum fünften Mal als Hauptsponsor zu unterstützen.

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