Austauschberichte Sommer 2015

Praktikum in Deutschland

Meine deutsche Erfahrung geht nun zum Ende und meine Note ist mehr als positiv. Am zweiten August haben eine Klassenkameradin und ich Italien verlassen, um einen Monat in der deutschen Kultur zu verbringen. Als wir am Flughafen in Deutschland angekommen sind, wussten wir nicht was uns erwarten würde, was für Leute wir kennenlernen werden, ob alles zum Besten sein wird und ich verweigere nicht, dass ich ein bisschen Angst hatte.
Zum Glück kann ich jetzt sagen, dass auf jeden Fall alles zum Besten gewesen ist! Ich habe 4 Wochen in einem Kindergarten gearbeitet und es ist für mich eine besondere Erfahrung gewesen. Ich habe mit den Kindern gespielt, wir haben „Schmetterlingswaffeln“ gebacken, wir sind zusammen in den Wald gegangen, wir haben getanzt, gesungen und drei Kinder haben auch ein Lied auf Italienisch gelernt. Indem ich so viel Zeit mit den Kindern verbracht habe, habe ich mich selbst wie ein kleines Kind gefühlt, das zum ersten Mal die deutsche Sprache lernt. Ich habe diese Erfahrung im Kindergarten als „besondere“ definiert, weil die Kinder keine Ahnung haben, was die Entfernung bedeutet. Sie sind nicht in der Lage zu erkennen, dass es andere Länder, Sprachen und Kulturen in der Welt gibt. Sie sind so und sie zeigen ihre Zuneigung mit einer einfachen Geste, eine Umarmung, ein Lächeln und nichts mehr.
Auch meine Beziehung zu meiner Gastfamilie ist besonders gewesen. Sie sind eine außergewöhnliche Familie, in der ich mich vom ersten Augenblick an wie zu Hause gefühlt habe, sie haben mir ihre kostbare Zeit und ihren Alltag gegeben. Dank ihnen habe ich auch die Nordsee mit seinem Wattenmeer, Münster und das wunderschöne Schloss, Köln und den alten Dom und vieles mehr gesehen. In diesem kleinen Stück von Deutschland habe ich viele nette Leute kennengelernt, viele wunderschöne Orte besucht und ich habe auch eine neue Freundin gefunden. Sie heißt Vivien Weiser und sie ist meine Gastschwester, die diesen Monat so unvergesslich gemacht hat. Wir haben von dem ersten Moment an uns sehr gut verstanden und haben alles zusammen gemacht, als wenn wir uns ein Leben lang kennen und als ob die Sprachbarriere nicht vorhanden wäre.
Ein anderer wichtiger Punkt ist die Sprache: diese zu verbessern war das Ziel der Erfahrung und es ist am besten erreicht worden. Ich habe geschafft einen Monat lang nur deutsch zu sprechen, indem ich auch lange Konversationen über schwierige Themen angegangen bin. Das war für mich eine große und unerwartete Zufriedenheit.
Heutzutage haben viele Jugendliche Angst ihr Haus, ihre Freunde und ihre Gewohnheiten zu verlassen, aber mein Hinweis ist mutig zu sein und die Angst zu überwinden, weil dies ein einzigartiges Erlebnis ist. Omar Khaffam sagte:“ Das Leben ist eine Reise und wer reist, lebt zweimal.“
Cristina Bambacigno

Schloss Münster

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Vivien Weiser, Simonetta Terio und Cristina Bambacigno

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PRAKTIKUM IN DEUTSCHLAND!

Jetzt ist dieses wunderbare Abenteuer vorbei. Wir fliegen zurück nach Hause. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um die Zusammenfassung dieser Reise zu schreiben.
Am Dienstag, den 4. August, sind Cristina und ich, zwei Schülerinnen des Gymnasium “Carolina Poerio“ in Foggia, von Pescara nach Düsseldorf geflogen, um ein Praktikum über einen Monat zu absolvieren. Während der gesamten Zeit wurden wir von zwei verschiedenen deutschen Familien beherbergt. Es war also ein intensives Eintauchen in die deutsche Sprache, da wir nicht miteinander auf Italienisch sprechen konnten. Lediglich in der ersten Woche wurden wir beide bei Familie Davids in Everswinkel beherbergt. Meine Gastschwester ist Mara Davids, ein 20-jähriges Mädchen, mit blonden Haare und blauen Augen, das in der Warendorfer Schule „Augustin-Wibbelt Gymnasium“ Italienisch für drei Jahre gelernt hat. Sie ist nett und sympathisch. Wir haben uns sofort gut verstanden.
Die ersten zwei Wochen habe ich in dem Blumenladen „Jüttner“ in Everswinkel gearbeitet. Ich habe mich wirklich gut mit den beiden Kollegen Cäcilia und Christiane verstanden und meine Arbeitgeberin Barbara  war einfach freundlich zu mir. Ich habe viel Neues erfahren, fast den gesamten Vokabelschatz der Gärtnerei kennen gelernt und im Verkauf geholfen. Hingegen hat Cristina den gesamten Monat in einem Freckenhorster Kindergartner gearbeitet.
Seit dem 9. August haben Cristina und ich in unterschiedlichen Familien gewohnt. Ich zog zu Familie Hennenberg nach Freckenhorst, wo ich wunderbare Momente erlebt habe. Eine Woche später begann ich in einem anderen Blumenladen namens „Murrenhoff“ zu arbeiten. Es ist ein sehr großes Unternehmen, in dem ca. 50 Menschen arbeiten. Meine zweite Arbeitgeberin Wilma war eine sehr freundliche und hilfsbereite Frau. Alle Kollegen, die mit mir gearbeitet haben, waren froh, mir helfen zu können und mir ein wenig von ihrem Beruf zu zeigen.
Cristina und ich haben von Montag bis Freitag gearbeitet und konnten also das Wochenende mit der Familie und ihren Freunden verbringen. Während dieser Zeit sah ich die Innenstädte von Warendorf, der „Pferdestadt“ Deutschlands, Münster, wo Julia und ich köstliche Waffeln gegessen haben und ins Kino gegangen sind, und Köln, eine große Stadt am Rhein mit einem majestätischen Dom; nicht zu vergessen die Sonntage voller Grillpartys bei Julias Großeltern.
Es war eine unvergessliche Erfahrung, ich werde mich immer daran zurückerinnern. Ich kann noch nicht glauben, dass es vorbei ist. Wie die Zeit vergangen ist.                                                                                                      Mein abschließendes Urteil über dieses Praktikum ist mehr als hervorragend. Ich habe sehr viel gelernt und ich habe meine Sprachkenntnisse vor allem im Hör- und Sprachverstehen verbessert. Zudem bin ich mir sicher, auch meinen Charakter gestärkt und weiterentwickelt zu haben.
Am Ende dieser Reise werde ich immer überzeugter, dass es sich lohnt, mal sein Land zu verlassen, vom Alltag aufzubrechen, sich auf eine neue Kultur einzulassen, neue Sitten und Bräuche zu entdecken und mit der Fremdsprache zu experimentieren. Vielleicht mag es schwierig scheinen, sich auf das neue Leben einzustellen,  aber wenn besondere Menschen neben einem sind, ist alles einfacher.
Glücklicherweise geht diese schöne Erfahrung weiter… in einer Stunde werden Cristina und ich am Flughafen von Bari in Apulien mit Mara landen. Mara wird bei mir für ein Monat beherbergt werden und wird in einem Reisebüro namens „Guglielmi“ in Foggia arbeiten gehen. So hoffe ich, noch viel mit ihr zu lernen. Ich kann es kaum mehr erwarten!
Rita Iannuzzi

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Mara Davids, Simonetta Terio und Rita Iannuzzi

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Praktikum in Foggia, Italien

Die Schülerin Mara Davids hat mit Erfolg ein dreiwöchiges Praktikum in einem Reisebüro in Foggia unter Leitung des Gymnasiums C. Poerio absolviert. Abwechselnd zu ihrer Tätigkeit im Reisebüro konnte sie an einigen Tagen auch die Schule besuchen.  Untergebracht war sie während der drei Wochen bei der Familie ihrer Freundin Rita. In ihrer Freizeit haben Rita und Mara viel gemeinsam in Foggia unternommen. So konnte Mara den Ort Foggia, die italienische Kultur und die Menschen dort kennenlernen und ihre italienischen Sprachkenntnisse ausbauen.

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Schulleiterin Dott.ssa Enza Maria Caldarella, Cristina, Rita, Mara und Prof. ssa Monica Trifiletti

Praktikum_Davids_Reisebüro

Mara Davids mit einem Arbeitskollegen im Reisebüro Viaggi Guglielmi

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