Transplantationsmedizin, Organ- und Stammzellspende

Informationsveranstaltung zum Thema Transplantationsmedizin, Organ- und Stammzellspende am Augustin-Wibbelt-Gymnasium Warendorf – Auch Du kannst zum Lebensspender werden

Am Dienstag vor den großen Ferien fand am Augustin-Wibbelt-Gymnasium – wie schon in den Jahren zuvor – wieder die Informationsveranstaltung zum Thema Organspende und Transplantationsmedizin statt. Frau Prof. Dr. B. Suwelack von der UKM Münster erläuterte anhand einer Powerpont-Präsentation, für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 gut verständlich, die wesentlichen medizinischen Fakten sowie rechtliche und ethische Aspekte. Sie ging auf verschiedenste Aspekte ein: auf die Dialyse, auf die Problematik des Hirntodes, Voraussetzung für die Organentnahme, auf die Frage der Haltbarkeit der Organe und die Möglichkeit der Lebendspende. Darüber hinaus skizzierte sie auch den Standpunkt der Kirche, die die Organspende als Akt der Nächstenliebe sieht. Frau Prof. Dr. Suwelack unterstrich wiederholt, wie sehr die Lebensqualität nach einer gelungenen Transplantation steigt und bat die Schülerinnen und Schüler, sich einmal in die Rolle des Patienten zu versetzen, der dringend ein Organ braucht; in Deutschland warten deutlich mehr Patienten auf Organe, als dass Spenderorgane zur Verfügung stehen.

Herr Schulte, Frau Prof. Dr. Suwelack von der UKM Münster und Herr Markus Artmeier von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei DKMS

Gerade in diesem Jahr hat die Thematik große Aktualität durch die Änderung des Transplantationsgesetzes. Auch den Schülerinnen und Schülern wird demnächst ein Brief ihrer Krankenkasse ins Haus flattern, in dem sie aufgefordert werden, sich zu entscheiden: will ich Organe spenden oder nicht. Und so zeigten sie großes Interesse und waren sich durchaus bewusst, wie existenziell diese Thematik auch für sie ist.

Erstmalig wurde im Rahmen der Informationsveranstaltung auch die Thematik der Stammzellspende aufgegriffen. Herr Markus Artmeier von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei DKMS zeigte einen kurzen Film zum Thema und konnte außerdem aus eigener Erfahrung berichten, wie eine solche Stammzellspende, die einem an Leukämie erkrankten Patienten das Leben retten kann, vor sich geht. Ganz still wurde es im Raum mit immerhin mehr als 150 Schülerinnen und Schülern, als Petra Behrens, eine junge Lehrerin am AWG, von den Erfahrungen mit ihrer an Leukämie erkrankten kleinen Tochter erzählte. Gott sei Dank geht es dem Mädchen mittlerweile gut.

Im Anschluss an die Veranstaltung konnte man etliche Schülerinnen und Schüler beobachten, die einen Organspende-Ausweis ausfüllten.

Im nächsten Schuljahr soll es abgesehen von der regelmäßigen Informationsveranstaltung zur Transplantationsmedizin auch einen Aktionstag zur Stammzellspende geben, an dem sich Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer durch einen simplen Abstrich der Wangenschleimhaut typisieren und registrieren lassen können; damit werden sie zu potenziellen Lebensspendern.

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