Syrische Flüchtlinge erzählen

Willkommen in der 7. Klasse am AWG:  Syrische Flüchtlinge erzählen
IMG_2959 (2)Das Schicksal von Flüchtlingen berührt und interessiert die 7. Klasse des Augustin-Wibbelt-Gymnasiums ganz besonders. Die Aktion „Winterkleidung für Kinder und Jugendliche“ war Ende September sehr erfolgreich und die Klasse hat sich immer wieder um den Besuch von Flüchtlingskindern in ihrem Unterricht bemüht. Das DRK Warendorf fand die Idee gut und hat sich nach Kräften eingesetzt, um eine solche Begegnung zwischen der Klasse und Kindern und Jugendlichen aus der Flüchtlingseinrichtung zu ermöglichen; leider hat es bis jetzt aus ganz unterschiedlichen Gründen noch nicht geklappt.
Umso mehr hat sich die Klasse gefreut, als der Schulseelsorger Jens Hagemann den Besuch eines Flüchtlings aus Syrien organisieren konnte, der von seiner Flucht erzählen wollte.
An die Tafel war ein Herz gemalt und welcome geschrieben, als die Klasse nicht nur einen Gast, sondern gleich drei Gäste begrüßen konnte, die in gebrochenem Englisch von ihrem Schicksal erzählten und Fragen der Schülerinnen und Schüler beantworteten.
Alle 32 Schülerinnen und Schüler der Klasse hörten aufmerksam, geradezu angespannt zu.
Nach der Stunde danach befragt, was sie am meisten beeindruckt habe, schrieben sie etwa folgendes auf:
– Toll, dass sie uns alles so frei und offen erzählt haben, obwohl sie so Schreckliches  erleben mussten, z. B., dass sie auf ihrer Flucht manchmal tagelang nichts zu essen und zu trinken hatten.
– Sie haben unterwegs immer wieder Tote gesehen, wie grauenvoll.
– Mohammed war Anwalt in Syrien, mit dieser Ausbildung muss er doch in Deutschland eine Arbeit finden, oder nicht?
– Spannend, sie Arabisch sprechen zu hören.
– Das war Realität, aber es hat sich wie ein Albtraum angehört.
Diese Stunde hat eine persönliche, authentische Begegnung ermöglicht, die die Klasse sicher noch lange beschäftigen wird. Die Schülerinnen und Schüler wünschen ihren Gästen von Herzen alles Gute und haben ihnen als Dankeschön kleine Engel mit auf ihren weiteren Weg gegeben.  Und sie sind sich einig, dass sie nach den Weihnachtsferien einen weiteren Anlauf unternehmen wollen, Flüchtlingskinder und –jugendliche in ihre Klasse einzuladen.

Print Friendly