Tanztheater

EF-Religionskurs vom AWG im Tanztheater ´Homo Sacer Sacre`

“Ich widme mich an diesem zweiteiligen Abend den emotionalen Tiefen der menschlichen Existenz in ihren Widersprüchen: Dem göttlichen Aspekt, den ein Jeder in sich trägt, unsere Möglichkeit Gutes zu tun und Schönes zu erschaffen, aber dann auch der dunklen Seite von zerstörerischer Energie.“

So beschreibt Hans Henning Paar, künstlerischer Leiter und Chefchoreograph des Tanztheaters Münster, seinen Tanzabend ´Homo Sacer Sacre`.2c818c9045fb35940ac54d65618b21fd

Einige interessierte Schülerinnen des EF- Religionskurses am Augustin-Wibbelt-Gymnasium haben sich im Rahmen des Unterrichts diese viel diskutierte Inszenierung zusammen mit ihrer Religionslehrerin Sabine Schmitz-Hövener und der Praxissemester-Studierenden Kathrin Beckmann angesehen und waren sehr beeindruckt: „So etwas habe ich noch nie gesehen“ oder „Echt krass, wie der Mensch sich selbst zugrunde richtet“ oder „Die Musik hat mich beeindruckt, mehr noch aber die teilweise verstörenden Bewegungen der Tänzerinnen und Tänzer“  und „Es ist irre, was die Bewegungen des menschlichen Körpers ausdrücken können“  oder „Das ging unter die Haut“.

Auf jeden Fall hat der Abend für jede Menge Gesprächsstoff gesorgt und die Schülerinnen sind sogar der Meinung, dass dieser Tanzabend durchaus einen zweiten Besuch wert sei.

Der Theaterbesuch passte wirklich gut in den laufenden Religionsunterricht, denn in der EF steht die Anthropologie, also die Frage nach dem Menschen, auf dem Programm. Der pessimistischen Sicht, die sowohl im zweiten Teil der Inszenierung als auch im Zitat von R.M. Rilke zum Ausdruck kommt „Das Schöne ist nichts als des Schrecklichen Anfang“ wollen sich die Schüler aber nicht anschließen. Und im ersten Teil des Abends zeigt Hans Henning Paars Choreographie ja auch ganz wunderbar das Engelhafte und Göttliche des Menschen; der Mensch kann Wunderbares schaffen, in den bildenden Künsten, der Architektur und der Musik. Den Widerspruch der dunklen und lichten Eigenschaften auszuhalten, das ist die Aufgabe des Menschen in seiner irdischen Existenz.

 

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