Kölner Dom

Der Dom von Köln

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Der Dom gilt nicht nur als das imposanteste Wahrzeichen der Stadt Köln, sondern stellt wohl auch eines der bedeutendsten Bauwerke Deutschlands dar. Schon aufgrund seiner besonderen Architektur, seiner langen Bau- und Entstehungsgeschichte, seiner vielfältigen, auch sehr modernen Kunstgegenstände dokumentiert er die jahrhundertelange Verbindung von christlicher Botschaft und christlich-abendländischer Tradition mit historischen und zeitgenössischen Kunststilen.

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Dabei ist der Dreikönigsschrein im Kölner Dom von besonderem Interesse, da die ‚Weisen aus dem Morgenland‘ von jeher als Vorbilder der Christinnen und Christen verehrt wurden, da sie den Mut aufbrachten und dem Ruf des biblischen Gottes folgten – und das als Heiden. Sie sind die Patrone der Reisenden und Wanderer.

In der Rezeptionsgeschichte der Hl. Drei Könige – und sichtbar im Kölner Dom – werden sie zunehmend zum Symbol eines Christentums, das sich als ein sich universalisieren wollendes Judentum versteht. In der Kunstgeschichte werden so die drei auch als Jüngling (Caspar), erwachsener Mann (Balthasar) und Greis (Melchior) dargestellt bzw. als die drei damals bekannten Kontinente Europa, Asien und Afrika. Sie vermitteln somit eine weltumspannende und generationsübergreifende Kraft.

Wenn in Köln am Dreikönigstag (06. Januar) jedes Jahr dieser Schrein geöffnet wird und den Blick freigibt auf die Gebeine der biblischen Sterndeuter, dann findet in Spanien und auf den kanarischen Inseln die weihnachtliche Bescherung statt. Zu diesem Anlass gibt es Cabalgata de Reyes Magos, also festliche Umzüge, an denen drei als Könige verkleidete Einheimische Süßigkeiten in die Menge werfen – eine festliche Tradition, deren Ursprung sich von Köln aus über ganz Europa verbreitet hat.

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