Projekt-AG

  • Radio-AG: EU und Werte gefördert durch Erasmus+
  • Musik AG: „Ausdruck von Freiheit“
  • Kunst-AG: „Kollektives Bildergedächtnis“
  • Kunst-AG: „Recht auf Meinungsfreiheit“

Radio-AG „EU und Werte gefördert durch Erasmus+“

In Zusammenarbeit mit Marco Zaremba wurde eine Radiosendung zu dem Projekt „Europa als Wertegemeinschaft“ aufgenommen. Diese soll im Sommer bei Radio WAF im Bereich „Bürgerfunk“ ausgestrahlt werden.

Zwei Schüleinnen moderierten die Sendung und befragen verschiedene Personen u. a. zu den bisher durchgeführten Teilprojekten in den Ländern Spanien und Deutschland. Die Schülerinnen aus beiden Ländern schildern, auf welche Weise das Projekt sie in ihren Wertvorstellungen geprägt hat. Im Laufe der Sendungen wurden zudem Bürgerinnen und Bürger in der Fußgängerzone in Warendorf zu dem übergeordneten Thema befragt.

Die Sendung hat eine Länge von insgesamt 50 Minuten, wobei der Moderations- und Interviewanteil 20 Minuten beträg und der musikalische 30 Minuten. Dabei wählten die Schülerinnen eine Mischung aus englischen, spanischen und deutschen Liedern selber aus.

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Musik-AG „Ausdruck von Freiheit“

In der Musik-AG sollten zum Wert der Freiheit verschiedene Songs und Improvisationsmodelle performt und die Interpretationsmöglichkeiten ausgelotet werden. Die Gestaltung des Projektes erfolgte durch die Schülerinnen und Schüler, indem sie Vorschläge zur Songauswahl, den Instrumenten und der Interpretation machten. Gemeinsam erfolgte die  Umsetzung. Nach der Planung, bei der die Wünsche und Ideen geformt und zu einem Song entwickelt wurden, erfolgte die praktische Umsetzung, bei der die Schülerinnen und Schüler je nach Vorkenntnissen instrumental oder vokal mit Frau Behrens und Herrn Steinbüchel eine Aufnahme erstellten.P1000934 P1000932 P1000930 P1000926 P1000924

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Kunst-AG „Kollektives Bildergedächtnis“

Die Kunst hat die Aufgabe, Zeitströmungen wahrzunehmen, für andere sichtbar zu machen und neue Wege aufzuzeigen, die gefällig oder kritisch sein können.
Die aktuelle Flüchtlingsdebatte in Europa und der unterschiedliche Umgang mit Geflohenen im eigenen Land machen es nötig, die Werte Europas kritisch in den Blick zu nehmen. Eine Gemeinschaft, die stolz ist auf ihre gemeinsam verfassten Grundwerte und „alle Menschen unabhängig irgendwelcher Merkmale wie etwa Herkunft […]“ (Artikel 2) auf dem Papier als gleich ansieht, muss auf diese Formulierungen des Lissabonner Vertrags erneut aufmerksam gemacht werden. Vor dem Hintergrund eines Europas ohne Grenzen erscheint auch der Artikel 14 relevant: „Jeder hat das Recht, in andern Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen.“  Leider wird dieser Tage deutlich, dass Sorge und Unwissen zu katastrophalen Zuständen „vor“ unseren Grenzen führen und Geflohene nicht dieselben Rechte genießen können, wie europäische Bürger.
Diese Diskrepanz von den postulierten Werten Gleichheit, Achtung der Menschenwürde und Freiheit erscheint für die Kunst als trauriger Moment und als Möglichkeit, „Zeitströmungen“ kritisch aufzugreifen und für die Öffentlichkeit visuell aufzubereiten.
Bilder vermitteln und etablieren ein Wertesystem, das mit Leitbegriffen wie Bürger- und Menschenrechte, Demokratie, Frieden und Toleranz die „Wertegemeinschaft Europa“ bildet. Die aktuelle Bilderflut im Rahmen der Flüchtlingskrise macht es nötig, einen kritischen Blick auf diese Bilder zu werfen. Künstler wie Ai Wei Wei, Banksy oder Murat Sayın setzen sich derzeit mit diesen Bildern kritisch auseinander, zitieren und hinterfragen.
In Anlehnung an den Umgang mit Bildern aus den Medien in der aktuellen Kunst, sollten die Schülerinnen und Schüler Bilder unseres kollektiven europäischen Bildergedächtnisses (z.B. Darstellungen in der Malerei von der Göttin Freiheit oder Europa) reflektieren und in einen kritischen Kontext setzen.
Mithilfe eines Bilderfundus aus dem aktuellen Zeitgeschehen und dessen Umsetzung in der aktuellen Kunstdebatte wurden Sichtweisen der Schülerinnen und Schüler auf die Lage der Geflohenen gerichtet und der Umgang der europäischen Gemeinschaft mit diesen hinterfragt. Auf dieser Grundlage soll die Schülerinnen und Schüler ein Bild, das für die Wertegemeinschaft Europa steht, neu interpretieren und bewusst Bildzitate einfügen, die ikonisch gewordene Motive infrage stellen und verfremden. Das Bild „Die Freiheit führt das Volk“ von dem französischen Maler Eugène Delacroix sollte dabei als Ausgangspunkt für die eigene Arbeit dienen, da es als eine Art „Schlüsselbild“ zur Identitätsstiftung der „Wertegemeinschaft Europa“ gelten kann.
Bilder prägen historische Vorstellungswelten. Allein schon durch ihre Allgegenwärtigkeit – im öffentlichen Raum, in den Printmedien, in Film und Fernsehen – erzielen sie Wirkung und verändern unsere Wahrnehmung. Durch die Bedeutung von Bildern und die Funktion visueller Kommunikation in Europa lässt sich durch die Analyse von Bildikonen ein europäisches Bildgedächtnis nachzeichnen.

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Kunst-AG: „Recht auf Meinungsfreiheit“

In der Kunst-AG „Recht auf Meinungsfreiheit“ sollte eine fotografische Auseinandersetzung mit dem Artikel 19 des Allgemeinen Menschenrechts: Dem Recht auf Meinungsfreiheit erfolgen. Nach einem kurzen Impuls zu der Frage: „Wo beginnt Meinungsfreiheit und wo hört sie auf?“ sollten sie Schülerinnen und Schüler dieses Thema durch eigene Fotografien darstellen. Die z.T.  recherchierten Bilder wurden in einer Collage mit dem Bildbearbeitungsprogramm GIMP ergänzt. Anhand der aktuellen Beispiele des Satiresongs über den türkischen Präsidenten Erdogan sowie dem NPD-Verbot wurde diskutiert, was Meinungsfreiheit eigentlich bedeutet und welche Vor- und vielleicht auch Nachteile damit verbunden sind. Die Schülerinnen und Schüler sollten sich selbst eine Meinung bilden und sich  intensiv mit der eigenen Mündigkeit und dem Recht auf eine eigene Meinung auseinandersetzen und  der Besonderheit dieses Rechts bewusst werden.

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