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Radio-AG: EU und Werte gefördert durch Erasmus+

Die Ausstrahlung der Radiosendung erfolgte am 09. Juli 2016. Die Textbeiträge werden zurzeit bearbeitet und können dann hier noch einmal angehört werden.

Musik AG: „Ausdruck von Freiheit“

Musik und Freiheit / Erasmus+
Im Rahmen des Austausches mit Gran Canaria haben spanische und deutsche Austauschschüler gemeinsam an einem Musikprojekt gearbeitet. Im Mittelpunkt stand die Auseinandersetzung mit dem europäischen Wert „Freiheit“. Die Schülerinnen und Schüler suchten nach Liedern, welche auf unterschiedliche Art und Weise den Aspekt Freiheit thematisieren. Ziel war es, die Intentionen der Songs zu verstehen und diese zu interpretieren. Folgende Musikstücke wurden ausgewählt: Zwei englischsprachige Lieder „We are the World“ von Michael Jackson und „Imagine“ von John Lennon. Das spanische Lied „no dudaría“ von Antonio Flores und das deutschsprachige Volkslied „Die Gedanken sind frei“. Diese Lieder wurden abschließend von den Schülerinnen und Schülern mit Unterstützung von Herrn Steinbüchel und Frau Behrens musiziert und aufgenommen. Hier ein paar Gedanken zu zwei Musikstücken:
„In dem Song „We are the world“ geht es darum, dass die Welt sich nicht von selbst ändert und dass man nicht darauf warten kann, bis jemand anfängt und etwas gegen den Hunger oder den sinnlosen Tod in Völkerkriegen tut. Man muss selbst damit anfangen zu Geben und sein Leben retten. Das Lied handelt von Familie und Zusammenhalt. Dass man zusammen stärker ist und sich nicht selbst belügen soll. Man soll an eine Veränderung glauben und dafür kämpfen. Wir haben uns für diesen Song entschieden, da es hier um Gemeinschaft geht. Wenn man zusammenhält und füreinander einsteht, dann kann man die Welt ein Stück verändern. Denn wie es in dem Titel heißt, „Wir sind die Welt“ und für sie verantwortlich. Wir können nicht erwarten, dass jemand für uns etwas verändern wird.“
„Der Song „Imagine“ von John Lennon ruft zum Frieden auf. Er gilt auch als Hymne der Friedensbewegung und wurde im Jahr 1971 veröffentlicht. Das Lied ist eine Vision von einer Gesellschaft, die frei von Religion, Nationalismus und Privateigentum sein soll. „The world will be as one“ beschreibt den Menschen als Einheit. Eine einfache Formel, aber wahrscheinlich ist das eine Lösung für viele gesellschaftliche Probleme – „It’s easy if you try“. Die formulierten Wünsche umzusetzen, erscheint allerdings sehr schwer – „I wonder if you can“. Es betrifft letztlich das eigene Leben und ist nicht nur abhängig von regierenden Systemen.“

Kunst-AG: „Kollektives Bildergedächtnis“

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Ausgehend von dem Bild „Die Freiheit führt das Volk“ von dem französischen Maler Eugène Delacroix überlegten die Schülerinnen und Schüler, welche Bildelemente als „Schlüsselmotiv“ für die Europäische Wertgemeinschaft stehen und passten die griechische Göttin Freiheit an ihr eigenes Weltbild in Zeiten der Flüchtlingskrise an.

Dieses Bild kombiniert die Technik der Collage mit einer Kreidezeichnung der Göttin Freiheit, die ein verstorbenes Flüchtlingskind trägt. Die Bilder der Flüchtlingskrise überschatten die durch fröhliche Farbe glorifizierte Szene.

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In Mixed-Media werden hier Bereiche des ursprünglichen Gemäldes von Delacroix zu großen Teilen beibehalten und Personen, Gegenstände und Landschaftsbereiche auf die aktuelle Situation am Mittelmehr bezogen. So hält die Göttin Freiheit eine Rettungsweste fest und statt der französischen,  die europäische Flagge in der Hand. Statt Paris ist die brennende Stadt Homs am Bildrand angedeutet. Personen des ursprünglichen  Gemäldes werden in ihrer Haltung zitiert, doch nun stürzt ein Ehepaar mit Kind im Vordergrund zu Boden, weil sie von einem Polizisten attackiert werden.

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In eine Burka gekleidet und mit einer Rettungsweste in der Hand fordert eine Frau, die in ihrer Haltung die Göttin Freiheit nachahmt, die europäischen Rechte ein, indem sie die europäische Flagge in die Luft hält. Ihr Blick richtet sich auf den kleinen Jungen am Strand, der als Sinnbild einer fehlgeschlagenen Flüchtlingsrettung im Mittelmehr zu lesen ist.

 

Kunst-AG: „Recht auf Meinungsfreiheit“

Im Rahmen der Kunst AG mit dem Schwerpunkt des Rechtes auf Meinungsfreiheit wurde sich zunächst kritisch mit diesem Recht auseinander gesetzt. Anhand der Beispiele des Satire-Gedichts von Jan Böhmermann und der Diskussion um ein NPD Verbot wurden Vor- und Nachteile, Möglichkeiten und Grenzen der Meinungsfreiheit besprochen und diskutiert. Vor allem der interkulturelle Austausch zwischen deutschen und spanischen Sichtweisen wurde hier interessant für die Schülergruppe. In einem zweiten Schritt sollte eine fotografische Umsetzung des Themas erarbeitet werden. Die selbst erstellten Fotos konnten im Nachhinein mit dem Bildbearbeitungsprogramm GIMP erweitert oder verändert werden.

freedom of opinionDie Bildcollage zeigt im Hintergrund mehrere Flüchtlinge auf der Reise, die den Bezug zum Flüchtlingsthema deutlich machen sollen. Im Vordergrund sieht man eine Frau, die sich gerade aus ihrer Unmündigkeit versucht zu befreien, indem sie das Klebeband mit einem lächelnden Mund abzieht. Das Klebeband und auch der bedrohliche Baseball-Schläger im Hintergrund sollen verdeutlichen, dass oftmals über den Kopf von Flüchtlingen weg über sie entschieden wird und ihnen eine Meinung oder Haltung, vielleicht auch gewaltsam, aufgezwungen wird. Die Hand die den Schläger stoppt und das abziehen des Klebebands zeigen, dass man die Flüchtlinge mit einbeziehen sollte in Entscheidungen.

HaftbefehlDieses Bild zeigt einen Journalisten, der festgenommen wurde, nur weil er seiner Arbeit nachgegangen ist und einen Artikel veröffentlicht hat, der der Regierung nicht passte. Die Schüler haben sich mit dem Fakt auseinander gesetzt, dass Zeitungen und Nachrichten an manchen Orten immer noch von der Regierung kontrolliert und teilweise zensiert werden.

KletterwandDie Kletterwand auf der sich die Person im Bild befindet steht für einen schweren Weg an dessen Ende das Recht auf freie Meinungsäußerung bzw. Redefreiheit steht. Jedoch hören die Stufen auf halber Strecke auf und das Erreichen der Redefreiheit für alle scheint nicht erreichbar. Dies soll symbolisch dafür stehen, dass oftmals Meinungen und Reden stark beeinflusst sich durch Regierung, Politik oder Lobbyisten und wahre Freiheit hier nur schwer erreicht werden kann.

pressefreiheit_neuDie römischen Zahlen im Bild zeigen die Zustände der Pressefreiheit im 20. Bzw. 21. Jahrhundert. Während der Journalismus im 20. Jahrhundert noch stark fremdbestimmt war, was die Fessel und das Klebeband darstellen sollen, ist der im 21. Jahrhundert in dem Sinne zwar freier, jedoch gibt es auch hier Unterschiede zwischen dem was die Journalistin wirklich denkt und was sie veröffentlicht. Dies wird durch die unterschiedlichen Texte in der Gedankenblase und auf dem Bildschirm dargestellt. In der Mitte zeigt sich der Kampf zwischen den mächtigen Geldgebern und den Journalisten, bei der der Journalist noch unterlegen scheint, wenn auch nicht komplett hilflos. Obwohl es also schon eine Besserung der Situation gab, ist die Presse nicht absolut frei und die Meinung der Journalisten oftmals beeinflusst.

Tape 1

Tape 2

Tape 3Die Serie dreier gleicher Motive nur mit dem Wort Freiheit in unterschiedlichen Sprachen auf dem Klebebandkreuzen soll zeigen, dass die Meinungsfreiheit in verschiedenen Ländern eingeschränkt ist. Die Bildserie zeigt außerdem, dass nicht unbedingt Meinungsfreiheit herrscht nur weil Freiheit drauf steht. Dies wird durch den Kontrast deutlich, der zum einen das Reden durch das Klebeband unmöglich macht, zum anderen steht aber Freiheit auf dem Klebeband was das Reden einschränkt.

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