Klasse 7 im Kloster Gerleve

Klasse 7 vom AWG besucht Kloster GerleveIMG_7743

Orden und Klöster als Formen christlichen Lebens – diese Thematik ist im Religionsunterricht der Sekundarstufe I vorgesehen.  Als die 7. Klasse am AWG sich nun mit diesem Thema beschäftigte, ergaben sich so viele Fragen, dass die Schülerinnen und Schüler auf die Idee kamen, sich doch in einem Kloster direkt zu informieren. So nahm die Religionslehrerin Kontakt mit der Benediktinerabtei Gerleve auf und organisierte die Fahrt ihrer Klasse ins westliche Münsterland. IMG_7760Bruder Ambrosius, der bereits seit Jahrzehnten in Gerleve lebt und arbeitet, erwartete die Gruppe aus Warendorf und das Gespräch mit ihm war sehr lebendig und interessant. Die Schülerinnen und Schüler konnten ihm alle im Unterricht erarbeiteten Fragen stellen – und auch ganz andere, z.B. ob die Mönche die Fußball-Europameisterschaft im Fernsehen verfolgen und ob sie digitale Medien benutzen dürften. Die Antwort auf beide Fragen: Ja natürlich, aber der Jubel beim Fußball sollte nicht ganz so laut und ungestüm ausfallen. Überhaupt sei Stille ein Wert, der im Kloster eine große Rolle spiele, deshalb werde bei den Mahlzeiten auch nicht gesprochen sondern vorgelesen.
Die Klasse wurde umfassend und ganz authentisch über das Leben im Kloster informiert. Bruder Ambrosius hatte einen guten Draht zu den Schülern und attestierte ihnen, dass sie gut vorbereitet gewesen wären, schließlich kannten sie sogar einige Regeln des Heiligen Benedikt ganz genau.
Nach einem Mittagessen in der Klostergaststätte holte Bruder Ambrosius die Gruppe noch zu einer kleinen Wanderung ab, durch die Felder den Coesfelder Berg hinauf, um ihnen das Denkmal des Heiligen Liudger oberhalb der Abtei zu zeigen. Hier soll der Missionar Rast gemacht und das Münsterland gesegnet haben. Zum Abschied applaudierten die Schüler Bruder Ambrosius herzlich und versprachen, wiederzukommen.
IMG_7779Bevor das nächste Gewitter Donner und Blitz schickte, saßen die Schülerinnen und Schüler im Bus und fuhren nach Billerbeck, wo sie nach einer Pause in der Eisdiele – nun sogar bei Sonne – noch eine kurze Stadt- und Domführung erhielten.

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