Projekttag goes Museum

Veranstaltung
im Westpreussischen Landesmuseum –
„Projekttage goes Museum“

Vertreibung, Erstarrung, Versöhnung – Workshop mit Schülerinnen und Schülern der Oberstufe des Augustin-Wibbelt-Gymnasiums Warendorf
FlatauAm 06. Juli 2016 fand in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat unter Leitung von Frau Magdalena Oxfort im Westpreussischen Landesmuseum ein Workshop zum Thema „Flucht und Vertreibung“ mit Schülerinnen und Schülern des Augustin-Wibbelt-Gymnasiums statt.
Das Thema „Flucht und Vertreibung“ ist in Europa und vor allem auch in Deutschland so aktuell wie noch nie. In Zusammenhang mit der aktuellen politischen Situation auf der Welt stellen sich viele die Frage, wie während und nach dem Zweiten Weltkrieg die Vertreibung geschehen konnte. In diesem Workshop mit den Schülerinnen und Schülern des AWGs wurde über  die unzähligen Menschen gesprochen, die gezwungen waren, infolge des Zweiten Weltkrieges ihre Heimat zu verlassen.
Der Warendorfer Jurist Hermann Flatau, hatte sich anlässlich des Workshops im Rahmen eines „oral history“ Vortrags als Zeitzeuge zur Verfügung gestellt. Hermann Flatau stammt gebürtig aus Westpreußen und musste als Kind fliehen. Den Schülerinnen und Schülern hat Herr Flatau im Rahmen der Projekttage am AWG zum Thema „Flucht, Vertreibung und Migration“ als Zeitzeuge seine Erinnerungen geschildert: vom Verlassen seines Heimatortes und den Anfängen in Warendorf bis hin zum späten Wiederbesuch des Geburtshauses im heutigen Polen. Ergänzt wurde der Workshop, in den Räumlichkeiten des Westpreussischen Landesmuseums, mit anschließender Diskussionsrunde und  einer thematischen Museumsführung durch den Direktor des Westpreußischen Landesmuseums Dr. Lothar Hyss sowie den Historiker und wissenschaftlichen Mitarbeiter des Museums, Dr. Martin Steinkühler.
Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich beeindruckt von den persönlichen Eindrücken des Zeitzeugen, bietet sich Ihnen hier doch die Gelegenheit „Alltagsgeschichte“ erfahrbar und erlebbar zu machen. Zur Vertiefung und Reflektion nutzten sie die Materialien der permanenten Ausstellung des Museums, hier wurde deutlich, dass die von Herrn Flatau geschilderte Flucht und Vertreibung aus den damaligen sogenannten „Ostgebieten“ kein Einzelschicksal darstellte, sondern Millionen Menschen damals betraf. Anknüpfungspunkte zur heutigen Flüchtlingssituation wurden für die Schülerinnen und Schüler offensichtlich.

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