Besuch aus Uganda

Kein Mensch ist eine Insel

Der Gemeindepfarrer Father Cyprian aus der Partnergemeinde St.Mauritz im Norden Ugandas besucht Warendorf und das Augustin-Wibbelt-Gymnasium

Der Direktor des Augustin-Wibbelt-Gymnasiums, Hubert Post, hieß den Gast aus dem fernen Afrika herzlich willkommen und hatte die Lacher auf seiner Seite, als er Father Cyprian mit den Worten begrüßte: „I am the postman am AWG“. Herr Post weiß, wie wichtig es ist, immer wieder Gäste aus dem Projekt St. Mauritz Obiya an seiner Schule begrüßen zu können, die den Schülern authentisch vom Leben dort erzählen.   Und so fand am letzten Freitag für etliche Schüler des Augustin-Wibbelt-Gymnasiums ganz besonderer Unterricht statt: Father Cyprian aus dem Norden Ugandas war auf Stippvisite in Warendorf, um Schüler und Lehrer über den aktuellen Stand des Projektes St. Mauritz Obiya, das die Schule seit mehr als 20 Jahren mit etlichen Aktionen immer wieder unterstützt, zu informieren.   Father Cyprian, der St. Mauritz in Uganda als Gemeindepfarrer betreut, betonte, dass jeder Mensch auf seine Mitmenschen angewiesen sei – „nobody is an island“ –  und er sich deshalb besonders auf den Austausch mit den Freunden in Warendorf freue. Allein die Menschen seien der Grund, dass er hier sei.

Father Cyprian ermunterte die Schüler nachdrücklich, alles zu fragen, wirklich alles, was sie interessierte. Dieses Angebot nahmen die Schüler gerne an und wollten vieles über das Land, die Menschen, das Projekt, über kulturelle Unterschiede, das Essen sowie über die Kirche in Afrika, aber auch über Cyprian ganz persönlich wissen. Durch seine offene, ehrliche und zugewandte Art gelang es ihm schnell, den Schülern auch die Angst, Englisch sprechen zu müssen, zu nehmen. Er gestand, dass er kein Wort Deutsch spreche und so könne er mit Fug und Recht sagen „Your English is certainly better than my German“.   Einige Schüler haben die Chance genutzt und sich sogar ganz konkret danach erkundigt, wie sie nach dem Abitur eine Zeit in Uganda in der Entwicklungshilfe verbringen könnten. Father Cyprian lud sie alle ein und versicherte, dass er und die Menschen in St. Mauritz Obiya sich über jeden Besucher aus Deutschland riesig freuen würden, weil Partnerschaft nur über menschliche Kontakte funktionieren könne.   Nach einer kleinen Führung durch Warendorfs historischer Innenstadt konnte sich Father Cyprian nachmittags noch einen Wunsch erfüllen: er ist dabei, in St.Mauritz Obiya eine kleine Imkerei aufzubauen. Eine Kollegin am AWG ist begeisterte Hobby-Imkerin; sie hieß den Gast aus Afrika herzlich willkommen und konnte wertvolle Tipps zur Arbeit mit den Bienen geben. Ganz nebenbei konnte er deutschen Rhabarberkuchen kennenlernen….

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