Projekt: „Uganda-Hilfe“

Die Beziehungen des AWG zu Obiya Palaro im Norden Ugandas

Wie kommt eine Pumpe, die nach dem Heimatdichter Augustin Wibbelt benannt ist, in den Norden Ugandas im tiefsten Schwarz-Afrika?

Das AWG hat 1991 einen Uganda-Tag veranstaltet dessen Erlös diese Brunnenbohrung ermöglicht hat. Sabino Odoki, unser Freund aus Gulu im Norden Ugandas, hat uns immer wieder von den schrecklichen Krankheiten, die durch dreckiges Wasser in Afrika verursacht werden, erzählt. Sauberes Trinkwasser bedeutet Leben! Das Dorf Obiya Palaro in der Nähe von Gulu hat jetzt sauberes Wasser; das Engagement der Schülerinnen und Schüler sowie der Kollegiums des AWG hat sich gelohnt.

Seit dem Sommer 1997 hat Obiya Palaro auch einen geländegängigen Wagen, der Transporte aller Art -auch von Schwerkranken- durch den Busch möglich macht. Woher kommt dieser Wagen? Während der Festwoche zum 75 jährigen Bestehen der AWG haben die Schülerinnen und Schüler einen Sponsorenlauf für dieses Projekt durchgeführt; er war ein voller Erfolg und hat ca. 30 000 DM eingebracht. In den Sommerferien sind dann der Direktor der Schule, Herr G. Ellger mit seiner Familie und Frau S. Schmitz-Hövener mit ihrer Familie nach Uganda geflogen, haben den Wagen in Kampala gekauft, auf Herz und Nieren geprüft und in den Norden des Landes – verbunden mit allerlei Abenteuern – überführt.

Warum engagiert sich das AWG ausgerechnet für Obiya Palaro im Norden Ugandas?   Wir haben das Glück, freundschaftliche Kontakte zu Dr. Sabino Odoki zu haben; er ist in Gulu, im Norden Ugandas geboren und aufgewachsen. Bei seinen Besuchen an unserer Schule erzählt er lebendig und authentisch aus seiner Heimat und versucht uns deutlich zu machen, welche Probleme, Sorgen und Nöte seine Landleute wirklich haben und welche Wünsche und Bedürfnisse daraus erwachsen.

Ugandas Probleme seien hier nur angedeutet: – eine stetig steigende Aids-Rate – immer noch immens wachsende Bevölkerungszahlen – nicht mehr funktionierende Familienstrukturen – Stammeskämpfe und blutige, schwer durchschaubare ethnische Auseinandersetzungen – eine ungeheure Diskrepanz zwischen der Frauen- und Männerrolle – dreckiges, Krankheiten verursachendes Wasser – europäische und amerikanische Einflüsse, die von der afrikanischen Bevölkerung nicht verarbeitet werden können und vieles, vieles mehr

Warum läuft das Projekt Obiya Palaro eigentlich so überaus erfolgreich?   Da kommt wohl vieles zusammen:

Zum einen ist es sicher der direkte Kontakt zu Sabino Odoki, der den Erfolg der Hilfe zur Selbsthilfe garantiert, denn durch ihn erfahren wir hautnah, welches Engagement für die Menschen in Obiya Palaro wirklich sinnvoll ist. Es macht z.B. gar keinen Sinn, einfach nur Geld zu schicken; alles muß an die Menschen dort angebunden werden: Ihnen helfen, sich selbst zu helfen, wenn dabei bestimmte Summen eben nötig sind, dann hilft natürlich auch Geld.

Die finanzielle Abwicklung erfolgt direkt und ausschließlich über Sabino Odoki, d.h.: keinerlei Verluste für Verwaltung o.a.; jeder Pfennig kommt wirklich in Obiya Palaro im Busch Afrikas an und wird für die von den Menschen vor Ort eingesetzt.

Das Engagement der Schule wird hier in Deutschland durch die Uganda Hilfe St. Mauritz e.V. abgewickelt, die auf der persönlichen Freundschaft einiger Familien mit Sabino und seiner Familie fußt; der Vorsitz des Vereins liegt in den Händen der Familie Schmitz- Hövener; Frau Sabine Schmitz-Hövener ist Englisch- und Religionslehrerin am AWG.  Last not least: die Schülerinnen und Schüler des AWG wissen recht genau Bescheid über das Projekt, für das sie sich engagieren. Sie werden regelmäßig im Unterricht oder in Sonderveranstaltungen über die Entwicklung in Obiya Palaro informiert. Ihr Direktor war bereits zweimal vor Ort und auch einige Schüler planen einen Flug nach Uganda. Das ist alles andere als anonymes Engagement, das sich in mehr oder weniger hohen Geldspenden erschöpft.

Das AWG hat in seinem Engagement für bestimmte Menschen in Afrika durch persönliche Kontakte eine große Chance, sich Afrika zu nähern und fremde Kulturen zu begreifen. Das er weiterhin gelingen möge, die eigene Bereicherung in sinnvolle Hilfe für die Menschen dort umzusetzen, ist unser alles Wunsch!   Wenn Sie mehr über die Projekte in Afrika erfahren möchten, so wenden Sie sich an die   UGANDA-HILFE St. Mauritz e.V.

 

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